Stramme Kette radelt im Münsterland

komplette Fahrergruppe vor dem Hotel Altdeutsche Schänke Smeddinck in Laer
 
Gruppe rollte, vorn M.Foerster und Guide Heinrich
Mastersgruppe der Stramme Kette Gehrden radelt im Münsterland.

Alljährlich zur Jahresversammlung der Radsportsparte des SV Gehrden wird das
Ziel der Radreise des laufenden Jahres festgelegt, so auch dieses Mal. Um der Kritik, es werde immer nur in die Berge gefahren, aus dem Weg zu gehen, wurde nun eine Reise in das ziemlich ebene Münsterland geplant. Offensichtlich war das Ziel doch nicht für alle interessant, so dass die Teilnehmerzahl erstmals unter 20 Mitreisenden blieb. Leider verpassten die Daheimgebliebenen so eine rundum gelungene Veranstaltung. Auch dieses Mal konnte "Reiseleiter" Michael Ferenz in der kleinen Landgemeinde Laer einen gemütlichen Gasthof, die Altdeutsche Schänke, als Unterkunft buchen, wo eine ehrliche, reichhaltige und qualitativ hochwertige Küche für das leibliche Wohl sorgte, auch ein Biergarten war vorhanden, um die tägliche "Siegerehrung" abzuhalten.
Zudem war es Michel Ferenz gelungen, für fast alle Tage einen ortskundigen Begleiter zu finden.
Der erste Tourentag, noch ohne Begleiter, führte an den Halterner See, wo auf der Hinfahrt klar wurde, dass auch im Münsterland einige kleinere Hügel zu überwinden sind. Besonders beeindruckend war die riesige Kirche in dem relativ kleinen Ort Billerbeck. Nach einer Kaffeepause direkt am Halterner See ging es wieder zurück nach Laer. Leider bewahrheitete sich die negative Wetterprognose und nach kurzer Zeit setzte starker Regen ein, der zu einer Fahrunterbrechung in einem kleinen Gartenpavillon führte. Bei etwas nachlassendem Niederschlag wurde dann die Weiterfahrt fortgesetzt und am frühen Nachmittag kam die Gruppe durchnässt in Laer an.
Weil auch der kommende Tag mit Regen begann, wurde der eigentlich für Mittwoch vorgesehene Ruhetag vorgezogen und es wurde unter anderem eine kleine bäuerliche Kornbrennerei besichtigt.
Am Dienstag sollten nun die geführten Touren mit dem Guide Heinrich Damer aus Steinfurt beginnen.
Eine lockere Runde war gerade richtig, um die Geografie dieser Landschaft kennen zu lernen. Die vielen Wirtschaftswege hätten wir ohne Heinrich nie gefunden bzw. hätten uns hoffnungslos verfahren. Auch seine unkomplizierte Art passte genau zu unserer Gruppe. Während eines Grillabends im Hotel lernten die Teilnehmer seine Ehefrau kennen, die auch begeisterte Radlerin ist.
Am nächsten wurde die Tour auf einer zum Radweg umfunktionierten ehemaligen Bahntrasse begonnen. Dieser sehr gut ausgebaute Weg verläuft von Coesfeld bis nach Rheine und wird mittlerweile sehr gut von Radlern genutzt. Die Route an diesem Tag führte die Gruppe auf die Strecke der permanenten Pumpernickel-RTF (Radtourenfahrt). Weil die genaue Streckenführung auch unserem Begleiter nicht ganz bekannt war, kam die Rad-Navigation von Eberhard erstmals zum Einsatz und führte die Gruppe über gut ausgebaute Wirtschaftswege sicher zum Startpunkt zurück. Das vielseitige Nebenstraßennetz führte auch dazu, dass in der gesamten Woche kaum auf Bundes- oder Landesstraßen gefahren werden musste.
Zurück in Laer konnten sich einige Fahrer neben erfrischenden Getränken auch in einem nahe gelegenen Café stärken.
Nun sollte am nächsten Tag ein erster Abstecher in die benachbarten Niederlanden folgen. über einen grünen Grenzübergang wurde der kleine Ort Losser erreicht, wo gerade ein Wochenmarkt stattfand. Gebackener Fisch zur Mittagspause stillte den Hunger. Weil dieser Tag der letzte mit der Begleitung von Heinrich war, wurde ihm als Dank für seine wertvollen Dienste ein Trikot der "Strammen Kette" überreicht, was ihn sehr freute.
Am nächsten Morgen wartete die Gruppe gespannt auf den nächsten Begleiter, der sich selbst als Dorfsheriff von Laer vorstellte und mit einer sehr futuristischen Zeitfahrmaschine fuhr. Wohl mehr zum Test und zu seinem eigenem Vergnügen. "jagte" er die Gruppe zunächst über die Schöppinger Berge, die einzige ernstzunehmende Erhebung dieser Gegend mit einer Steigung von immerhin bis zu 8 Prozent. Danach ging es dann allerdings flach weiter, wieder nach Holland. Im grenznahen Städtchen Denekamp wurde an einer malerischen Wassermühle Kaffeepause gemacht. Das Navigationsgerät vom Guide Herbert war nicht ganz optimal eingestellt, so dass auf dem Rückweg einige unnötige Umwege zum Schluss zu einer Tagesstrecke von fast 140 Kilometern führten.
Am letzten Tag wurde daher auf die Begleitung einer Führers verzichtet und ein Teil der Gruppe fuhr noch einmal auf der Bahntrasse nach Coesfeld , wo auf dem Marktplatz die Cappuccino -Pause mit einem originellen Schützenaufmarsch begleitet wurde. Recht lustig war ein Vorbeimarsch mit angedeutetem Stechschritt. Zurück ging es dann über Steinfurt nach Laer.
Die Teilnehmer, die mitgereiste Doris König aus der Trekkinggruppe war mit ihrem Tourenbike unterwegs, fuhren an sechs Tourentagen insgesamt 600 km,
Eine doch sehr abwechslungsreiche Woche ging zu Ende, alle einigte sich darauf, auch im nächsten Jahr unter der bewährten Leitung von Michael Ferenz wieder auf Tour zu gehen.
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