"Das war Spitze"

So titelte die Leine Zeitung ihren Bericht vom 15. FHDW Springer-Meeting in Garbsen. Rund 700 Zuschauer sahen wieder einmal Leichtathletik der Extraklasse. Ein Landesrekord, sieben neue deutsche Jahresbestleistungen und zwei Einstellungen standen am Ende auf der Habenseite.
Schon im Vorprogramm glänzten die U 18 Jugendlichen mit tollen Leistungen: Deutsche Jahresbestleistung durch Christoph Garritsen (Münster) mit 14,55 im Dreisprung und Einstellung der Bestmarke im Hochsprung durch Stefan Tigler (Wesel) mit 2,09 m.
Am Nachmittag hagelte es dann Bestleistungen, so dass die Moderatoren Hardy Gnewuch (Halle) und Reiner Dismer (Garbsen) kaum noch mit dem Zählen nach kamen.
Es begann mit Hoch- und Dreisprung männlich und Weitsprung weiblich. Vorjahressieger Luis Castro aus Puerto Rico begeisterte die Zuschauer auch in diesem Jahr und verewigte Garbsen mit 2,26 m zum zweiten Mal in der Rekordliste seines Landes. 2,30 m riss er nur ganz knapp.
Falk Wendrich aus Wattenscheid (M U 20) stellte nicht nur eine deutsche Jahresbestleistung auf und verbesserte den Meetingrekord in seiner Altersklasse, sondern sicherte sich mit 2,19 m auch das Ticket für die U 20 WM in Eugene (USA). Neue Jahresbestleistung mit 6,33 m auch für Weitsprungsiegerin Melanie Bauschke (Berlin), bei der weiblichen Jugend U 20 stellte Maryse Luzolo (Frankfurt) diese ein. In diesem Wettbewerb versuchte Freddy Heinze, einseitig spastisch gelähmter Weitspringer aus Leverkusen die Norm für die Behinderten-EM in Swansea (Wales) zum überbieten, mit 5,11 m fehlten am Ende 20 cm. Die Patenschaft für den Weitsprungwettbewerb hatte Darius Pilarski, Bürgermeisterkandidat der Grünen, übernommen, der auch die Siegerehrung durchführte.
Im Dreisprungwettbewerb stellte Tobias Hell (Schwerin) eine Jahresbestleistung in der Klasse M U 20 auf, mit 15,40 m verpasste er die WM-Norm nur knapp.
In der Pause wurden ein paar Ehrungen vorgenommen: Klaus Schlottke (Neubrandenburg) hat als Trainer alle 15 Meetings besucht, Andreas Pohle (Erfurt) und Oliver Maiß (Celle) waren als Aktive zum 10. Mal dabei und Steffi Haug vom ausrichtenden Garbsener SC, die für den Platzaufbau und die Kampfrichtereinteilung zuständig und so maßgeblich für den reibungslosen Ablauf verantwortlich war. Gemeinsam mit Skippy, dem neuen Maskottchen des FHDW Springer-Meetings überreichte Organisator Bernd Rebischke ihnen Blumensträuße. Sein besonderer Dank galt auch allen Sponsoren, vor allem der FHDW, vertreten durch den Leiter Prof. Karl Müller-Siebers, die der Veranstaltung seit 15 Jahren die Treue hält.
Und dann war Bernd Rebischke selbst an der Reihe. Rita Girschikowski, die Präsidentin des niedersächsischen Leichtathletik Verbandes (NLV) überreichte dem sichtlich überraschten Meeting-Chef die goldenen Ehrennadel des NLV.
Nach der Pause wurde dann getauscht. An der Hochsprunganlage der Frauen fieberten Brigitte Kurschilgen, als Brigitte Holzapfel verbesserte sie zweimal den deutschen Hochsprungrekord, und Dietmar Mögenburg, Hochsprung-Olympiasieger 1984 mit. Das Daumendrücken des Papas half, denn Tochter Katarina gewann den Wettbewerb. Die 1,77 m waren zwar für alle enttäuschend, der einsetzende Regen verhinderte aber größere Höhen. Mit dem Wetter haderte auch der deutsche Weitsprungmeister Alyn Camara (Leverkusen). Er hatte sich fest vorgenommen die 8 m-Marke zu knacken, bei Regen und störendem Wind war das aber nicht möglich. Nur die Dreispringerinnen trotzten den schwierigen Bedingungen und stellten sehr zur Freude ihrer Trainer Ralf Jaros, seit 23 Jahren Inhaber des deutschen Dreisprungrekordes und Charles Friedek, Dreisprungweltmeister 1999, drei weitere Jahresbestleistungen auf: In der Klasse W U 18 Frederike Altmann (Celle) mit 12,45 m, Annika Brockmann (Düsseldorf) mit 12,90 m in der Klasse W U 20 und Jenny Elbe (Dresden) mit 13,93 m bei den Frauen. „Schade ich wäre gern wieder über 14 m gesprungen, aber bei dem Wetter war das trotz des tollen Publikums nicht drin“, sagte sie nach dem Wettkampf.
Auch hier wurden die Siegerehrungen von den jeweiligen Paten übernommen, beim Dreisprung von Christian Grahl, Bürgermeisterkandidat der CDU und beim Hochsprung von einer Sponsorinnen der Veranstaltung Brigitte Friedrich.
Am Ende konnten alle trotz der widrigen Bedingungen zufrieden sein, die Zuschauer hatte spannende Wettkämpfe gesehen, die Aktiven die tolle Atmosphäre in Garbsen genossen und der GSC ist seinem guten Ruf als Veranstalter hochkarätiger Leichtathletikveranstaltungen gerecht geworden.
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