Der Schlaf ist beendet !

Die Riesenvogelspinne hat ihren alten Anzug ausgezogen,die ersten 4 Bilder zeigen,wie sie unter ihrer abgestriffenen,alten Haut liegt.
Da ich die Scheibe hochhalten musste um die Spinne zu fotografieren,konnte ich nur einhändig fotografieren,daher etwas wackelige Bilder.
Die restlichen Fotos zeigen ihre alte Haut,die ich komplett mit einer Pinzette aus dem Terrarium entfernte und noch sehr gut drapieren konnte,um diese Bilder aufzunehmen.

Für eine reibungslose Häutung benötigen Vogelspinnen in ihrer unnmittelbaren Umgebung eine erhöhte Luftfeuchtigkeit von 80 bis 90%. So sollten sich auch keine Futtertiere im Terrarium befinden. Diese stören das Tier nur.
Eine Häutung kündigt sich in der Regel mit Nahrungsverweigerung und Zurückgezogenheit an. Bei Vogelspinnen die sich durch "Bombardieren" verteidigen, erkennt man eine bevorstehende Häutung besonders gut. Die "Glatze", die sie sich gescheuert hat, färbt sich nämlich von der Hautfarbe ins Schwarze. Steht die Häutung kurz bevor, weben sich die meisten Arten einen kleinen Teppich und legen sich dann auf den Rücken, um in dieser Stellung die Häutung durchzuführen.
Die eigentliche Häutung ist in drei Phasen aufgeteilt : Aufklappen des Prosomas, Befreien des Opisthosomas, Herausziehen der Exträmitäten. Das Aufklappen des Vorderkörpers beginnt mit der Steigerung der Herzfrequenz. Dadurch wird verstärkt Haemolymphe (Körperflüssigkeit) in den Vorderkörper gepumpt, was das Einreißen des Chitindeckels des Vorderkörpers bewirkt. schließlich wird er Carapax wie ein Deckel hochgeklappt.
Das Befreien des Abdomens beginnt mit den Einrissen, die vom Vorderkörper auf den Hinterleib übergreifen. Die durch den Haemolympheverlust runzelig gewordene Haut des Hinterkörpers wird dann durch wellenförmige Kontraktionen der Hinterleibsmuskulatur abgestreift.
Während die eben beschriebene Phase des Befreiens des Abdomens abläuft, werden gleichzeitig die Exträmitäten befreit. Dies ist sicherlich der schwierigste Teil des Häutungsvorganges. Hier können am ehestens Komplikationen auftreten.Viele Jungspinnen(Spiderlinge)überleben diese Prozedur nicht.
Nach der sehr anstrengenden Häutung legt die Spinne zunächst eine Pause ein, und bleibt bis zu einer halben Stunde und mehr regungslos liegen. Nach dieser Ruhephase beginnt das Tier durch "gymnastische" Bewegungen die Beinfunktionen wieder herzustellen. Danach dreht sie sich wieder in ihre normale Stellung zurück. Die Spinne ist jetzt noch ganz weich und die Chelizeren(Zähne) sind weiß. Es wird einige Tage dauern, bis das Skelett der Spinne wieder völlig hart ist. In dieser Zeit erfolgt das Wachstum. Erst nach einer Woche hat es Sinn der Spinne wieder Beutetiere vorzusetzen. Vorher ist sie nicht in der Lage, mit ihren noch zu weichen Beißwerkzeugen die Tiere zu töten und zu verspeisen.
Bei zu früher Fütterung können die "Zähne" brechen und die Spinne muss dann verhungen.

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Steffi u. Steffen Barth aus Isernhagen am 19.10.2010 um 19:47 Uhr  
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Gaby Floer aus Garbsen am 19.10.2010 um 19:50 Uhr  
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Ronny Ullrich aus Laucha an der Unstrut am 19.10.2010 um 19:53 Uhr  
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Gaby Floer aus Garbsen am 19.10.2010 um 20:06 Uhr  
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Käthe Hilsmann aus Hamm am 19.10.2010 um 21:29 Uhr  
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Gaby Floer aus Garbsen am 19.10.2010 um 21:34 Uhr  
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Gaby Floer aus Garbsen am 20.10.2010 um 20:23 Uhr  
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Gaby Floer aus Garbsen am 30.10.2010 um 14:20 Uhr  
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