Theaterprojekt im Zeltlager des Jugendrotkreuz Horst

Garbsen: Horst | Ein aufregendes und spannendes Zeltlager vom Jugendrotkreuz Horst ist am Sonntag zu Ende gegangen. Die ersten Tage der Sommerferien 2015 organisierte das Jugendrotkreuz in Horst ein Zeltlager. Zu den Jugendrotkreuzlern kamen noch weitere Garbsener Kinder im Rahmen des Ferienprogrammes der Stadt Garbsen hinzu.

Nach dem erfolgreichen Aufbau des Zeltes ging es dann vom 24.07. bis 26.07. so richtig los. Neben Kennenlernspielen, Montagsmaler über die Lagerordnung, Schwimmen im Pool und vielen kreativen Workshops und Spielen, kam die Erste Hilfe natürlich auch nicht zu kurz. Die Kinder lernten, wie man den Notruf absetzt, Fingerkuppen verarztet und wie man einen Bewusstlosen in die stabile Seitenlage bringt.
Auch Sturmtief Zeljko konnte dem Zeltlager nichts anhaben. Das Zelt wurde mit Sturmseilen gesichert. Während es draußen stürmte und gewitterte, wurde das Abendessen ins Zelt verlegt und gemütlich Karten gespielt. Besonders das Spiel „Werwolf“ stieß dabei auf große Begeisterung.

Im Anschluss an das Zeltlager fand am Sonntag die 50 Jahrfeier des DRK Ortsvereines Horst statt. Neben tatkräftiger Unterstützung wie Aufbau, Deko, Grillen und Getränkeversorgung führten die JRK´ler ein Theaterstück über die Gründung des Ortsvereins auf. Dieses war im Laufe des Zeltlagers vorbereitet und geprobt worden.
Für das Theaterprojekt ließen sich die jungen JRK´ler zunächst von der Gründerin des Ortsvereines Frau S. von Wedekind die Beweggründe für die Gründung des Ortsvereines erzählen. Dabei entpuppte sich eine spannende und auch gleichzeitig nachdenklich stimmende Geschichte aus dem Jahr 1964. Der Sohn von Frau S. von Wedekind verletzte sich beim gemeinsamen Spielen mit Freunden an einer Autoscheibe so stark, dass ihm das Blut „wie Fäden“ von den Armen lief. Eine Nachbarin rief nur: „Lauf nach Hause“. Die Freunde liefen weg. Der Junge schaffte es zu seiner Mutter zu gelangen. Frau S. v. Wedekind wusste auf Grund ihres früheren Einsatzes als „angelernte“ Krankenschwester (damals ohne jegliche Ausbildung) im Kriegseinsatz, wie sie ihrem Sohn helfen konnte. Sie hat beide Arme abgebunden (so wurde es damals gemacht). Danach wurde der Junge in das Krankenhaus gefahren.
Die Situation, dass niemand ihrem Sohn geholfen hat, machte Frau S. v. Wedekind sehr nachdenklich. In Folge gründetet Frau S. von Wedekind den DRK Ortsverein Horst, damit sich solch eine Situation – dass niemand hilft - nicht wiederholt. Hierbei galt es nun vorrangig, die Bevölkerung mit Erste Hilfe Maßnahmen vertraut zu machen.

Mit Abschluss der Festveranstaltung zum 50 jährigen Bestehen des DRK Ortsvereines Horst ging bei turbulentem Wetter ein ereignisreiches Zeltlager mit tollen Erlebnissen zu Ende. Die Vorfreude auf das Landeszeltlager im nächsten Sommer ist jetzt schon riesengroß!

Savannah Welzel und Petra Fanisch
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