Mit der Ovation von Dubai nach Singapur. (26.05. bis 09.06.2016)

Captain Flemming
 
Die Crewmembers, die sich um unser Wohl sorgen
 
Passagiere warten auf ein Bild mit dem Kapitän
Teil 2: Von Dubai nach Muscat.

Wenn ein Schiff im Hafen angelegt hat heißt es „Festmachen“. Ein paar Seile halten es in Position damit wird ein sicherer Zugang zum Schiff gewährleistet. Fracht, Verpflegung und Passagieren wird so das Ein- und Aussteigen sowie Be- und Entladen erleichtert.
Aber am Schönsten ist, wenn es heißt: „Leinen los“, dann weiß man, die Kreuzfahrt beginnt und es geht neuen Ländern und Häfen, fremden Kulturen und Menschen entgegen.
Am späten Nachmittag legen wir ab und bald ist von Dubai wegen des Dunstes nichts mehr zu sehen. Die ganze Küstenlinie verschwimmt und die Hoffnung in der Straße von Hormus etwas sehen zu können verschwindet auch deswegen, weil wir sie nicht mehr bei Tageslicht passieren.

Dafür zeigt sich der Kapitän beim Kapitänsempfang in der Promenade auf Deck 4. Ein schlankes Kerlchen auf so einem Brocken von Schiff, der seine Crew vorstellt. Diesen Gegensatz muss man gedanklich erst einmal verarbeiten.
Wer will kann ein Foto mit ihm machen, aber die Hand schütteln wie früher geht nicht. Es soll keine Hochzeit der Keime von Hand zu Hand geben.
Sonst ist auf einmal das ganze Schiff krank!

Das Schiff gleitet ganz ruhig durch die Nacht, nur auf der Landkarte sehen wir wo es sich befindet, inklusiver der Koordinaten, Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit und Uhrzeit.
Der Kurs geht geradewegs auf Muscat zu. Eine wunderschöne Stadt im Oman, die wir am nächsten Morgen bei sehr warmen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit, eingebettet von einem dunklen Felsengebirge, erreichen.
Stehe ich im Nebel?
Den Wechsel von kalter Kabine zum feuchtwarmen Klima quittiert der Fotoapparat mit angelaufenem Objektiv und vernebeltem Bild. Es dauert ein paar Minuten, bis ich wieder normale Bilder schießen kann.

Die „Hop on Hop off“ Bustour haben wir schon in Dubai gebucht und nun kann es losgehen. Fast alle 4000 Passagiere gehen von Bord. Das will organisatorisch erst einmal bewältigt werden. Die Busse mit den gebuchten Touren warten auf ihre Fahrgäste, die ohne Buchung die Stadt besichtigen wollen, auf den Shuttlebus und die „Hop“ Gäste drängen sich am roten Bus, um möglichst den erhofften Platz zu ergattern. Das Oberdeck ist luftig und mit Plane überdacht, also zum Aushalten und Fotografieren und in der dritten Sitzreihe von vorn gut für Fotos aus dem fahrenden Bus.
Während der Fahrt ist das Fotografieren so und so nicht optimal und öfters aussteigen und eine halbe Stunde auf den nächsten Bus zu warten bedeutet Risiko, Risko deshalb, weil der Aufenthalt in Muscat kürzer als normal ist.
und sich viele Touris der Ovation auf Erkundungstour begaben und das rechtzeitige Erscheinen des nächsten Busses nicht sicher ist.
So machen wir den einzigen Stopp auch an der sehenswertesten Stelle, dem Sultanspalast. (Oman ist mittlerweile eine präsidiale Monarchie) Das Gebäude bzw. die ganze Anlage ist noch zu Sultans Zeiten entstanden und lässt nur vom äußeren auf die innere Pracht schließen.
Zu nahe darf man nicht ran, man könnte ja etwas weggucken!
Alle Volksanführer konnten es nie allen Recht machen und mussten von daher wohl schon immer um ihr Leben fürchten. Gestern, heute und wohl auch in Zukunft. Und manche Staaten machen eine Phobie daraus. Gerade erlebt als der US Präsident Obama das friedliche Deutschland, sprich insbesondere Hannover, besuchte, oder wenn man zu unbesorgt ist irgend einem Fanatiker zum Opfer fällt, wie aktuell in England wegen des EU-Wahlkampfes zum Brexit.
Dieses Mal haben wir nicht nur die Vorderseite des Palastes, sondern ihn auch von seiner Rückseite, direkt vom Meer aus gesehen. Wenn man Muscat vom Meer her anläuft, sieht man ihn vom Schiff aus fast unscheinbar schön geschützt in einer Bucht liegen. Nur wir waren ihm zu Fuß so nah wie nur möglich.
Über Mittag wird die Temperatur so heiß, es sind 41°C angesagt, dass man sich möglichst nur im Schatten aufhält, wenn es welchen gibt. Die Sonne steht senkrecht über Muscat und nur in den Alleen oder in den Arkaden der Gebäude findet man etwas Schutz. Hier warten wir auch auf den Bus und fahren mit ihm rechtzeitig nach Muscat rein und direkt zum Schiff.
Für Sehenswürdigkeiten: Palast Qabus ibn Sa’id Al Sa’id, die Große Sultan-Qabus-Moschee, die Burg Matrah Fort bleibt keine Zeit sie sich in Ruhe ansehen zu können.
Die meisten Geschäfte im Suk sind wegen des Sonntags geschlossen, so dass sich ein Aussteigen nicht lohnt. Entlang der Uferpromenade sind kleine runde Pavillons mit goldenen Dächern und Delfin Skulpturen.
Muscat ist die Stadt in deren Bucht sich die Delfine gern aufhielten und ihre Jungen aufzogen. Deswegen werden sie auch von den Einheimischen verehrt. Wenn man heute überhaupt welche zu Gesicht bekommt wäre das schon großes Glück.
Um diese Stadt aus 1001 Nacht und seine mondähnliche Umgebung zu erkunden braucht man einen ganzen Urlaub.
Die Hitze macht einem schon zu schaffen und wir sind froh wieder an Bord und unter Deck u sein.
Allerdings kommt man sich beim Betreten des Schiffes wie schockgefroren vor. Draußen um die 40°C und drinnen gefühlte 10°C, obwohl es wahrscheinlich ca. reale 18° C sind. Die feuchte Kleidung klebt sofort auf der Haut und man fröstelt. Selbst manchen Schotten, die Kälte gewöhnt sind, ist es zu kalt. Amis sind es so gewöhnt und wollen es wohl auch so. Sie haben zwar mit über 700 Passagieren den größten prozentualen Passagieranteil aber nicht die Meinungsmehrheit.
Sei es denn, Royal Caribbean ist amerikanisch und sie werden sich jetzt in Asien auf neue Gewohnheiten der asiatischen Passagiere einstellen müssen.
Auf der 5-tägigen Jungfernfahrt von Southampton war es jedenfalls an Bord und in den Kabinen nicht so kalt.
Das 348 Meter lange Schiff braucht schon beim Auslaufen fürs Drehen seinen Platz und seine Zeit, bis es mit „Volldampf“, kann man ja heute nicht mehr sagen, denn der Antrieb erfolgt über 28.000 PS starke Elektromotoren, in Richtung Indien durch Arabische See seinen Kurs von 136° einschlägt und bis kurz vor Ankunft in Cochin auch einhält.
Der weiße runde Halbkugel, von allen Seiten gut sichtbar, das exponiert auf einem fast schwarzen Felsen steht und ein traditionelles Weihrauchgefäß symbolisiert, war bei der Ankunft und ist jetzt bei der Abfahrt wieder ein Hingucker. Es kommt zwar kein Weihrauch aus dem Gebäude, aber es hebt sich gegen den dunklen Hintergrund weithin sichtbar ab.
Die Dunkelheit bricht schnell herein und schon wieder ruft das Essen. Es ist eine richtige Plage, man ist voll und könnte doch schon wieder essen. Das spricht für eine gute Küche und die ist es tatsächlich.
Danach hilft nur ein Verdauungsschnaps oder man quält sich vollgefressen in den Schlaf.
Welche gute, lukullische Möglichkeiten sich in den Restaurants ergeben, erfahren Sie im Teil 3 der Reise.
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1 Kommentar
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Karin Franzisky aus Bad Arolsen | 19.06.2016 | 18:43  
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