Brandgefährliche Fassadendämmung: Das falsche Spiel der Lobbyisten

MONITOR v. 09.01.2014

Wenn man nach einem Beweis sucht, wie erfolgreich Lobbyisten Politik machen können, dann lohnt sich ein Blick aufs Thema Energiewende. Das ist nicht nur ein großes Streitthema, sondern auch ein Milliardengeschäft. Zum Beispiel für die, die uns täglich einreden, dass die Fassadendämmung unserer Häuser der Königsweg zur Rettung des Klimas sei. Und dazu soll sie auch noch eine ganze Menge Geld sparen. Also wird jetzt ganz Deutschland in Styropor eingepackt - subventioniert mit Steuermilliarden. Doch was taugen die großen Versprechungen eigentlich? Florian Noethe und Dieter Könnes erzählen Ihnen jetzt, für wen sich das Geschäft mit der Fassadendämmung wirklich lohnt, und dass es brandgefährlich werden kann.“
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April 2005: In Berlin steht ein Haus in Flammen, zwei Menschen sterben. Ungewöhnlich dabei, die ganze Fassade brennt. Wärmegedämmt mit Polystyrol, zu deutsch: Styropor. Mai 2012: Auf der Baustelle eines Wohn- und Bürogebäudes in Frankfurt brennt es lichterloh. Auch hier steht die Fassade in Flammen, auch hier wärmegedämmt mit Styropor. Und auch dieser Brand hat etwas mit Styropor zu tun. April 1996: Flughafenbrand in Düsseldorf. 17 Menschen starben damals, vor allem an Rauchgasvergiftung. Mitverantwortlich: Styropordämmung in den Zwischendecken des Terminalgebäudes. Wir treffen Berndt Haarmann, Brandsachverständiger, er hatte damals in Düsseldorf mit der Begutachtung des Brandes zu tun. Heute warnt er vor der Dämmung mit Styropor.

Berndt Haarmann, Brandschutzexperte: „Normal sollte es verboten werden. Aber wir haben keine gesetzliche Handhabe hier in NRW bei Einfamilienhäusern, Zweifamilienhäusern zu sagen, ihr nehmt nichtbrennbares Material zur Dämmung. Die Chance haben sie erst für öffentliche Gebäude wie Kaufhäuser, Krankenhäuser, Hotels, da gibt’s Vorschriften.“ ...



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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 18.01.2014 | 23:42  
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