Für den kommenden Sonntag plant die NPD in Tröglitz/Elsteraue wohl einen Fackelumzug als Protest gegen die Unterbringung von Asylbewerbern.

Dieser Spruch dürfte durchaus auch für jene Menschen einen Sinn ergeben, die sich keiner religiösen Gemeinschaft zugehörig fühlen.
Elsteraue: Tröglitz | Am vergangenen Sonntag wurde in Tröglitz, Gemeinde Elsteraue im Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt) gegen die Aufnahme von Asylbewerbern demonstriert. Es handelt sich, wie ich erfuhr, bereits um die zweite Veranstaltung. Geleitet wurde die Versammlung durch den NPD-Kreisrat Steffen Thiel, der an diesem Tage auch zu den versammelten Bürgern redete.

Über diese Veranstaltung wurde in diesem Forum bereits aus Sicht einiger Asylbewerber berichtet. Siehe dazu: http://www.mz-buergerreporter.de/zeitz/lokales/tro...

Dieser Beitrag wurde auch vom Tröglitzer Ortsbürgermeister Markus Nierth kommentiert. Seinem Kommentar ist zu entnehmen, dass wohl auch für den kommenden Sonntag vom gleichen Veranstalter eine Versammlung, in Form eines Fackelumzuges, geplant sei. Seinem Beitrag war die Bitte und Aufforderung an seine Bürger zu entnehmen, diese mögen der Veranstaltung fern bleiben.

Das aber bedeutet, dass der geplante Fackelumzug ohne eine einzige Gegenstimme durchgeführt würde. Mit anderen Worten, niemand stellt sich neben und hinter die zu erwartenden Flüchtlinge und Asylbewerber in Tröglitz. Denn wer nicht kommt, ist auch unfähig seine Meinung zum Thema zu äußern.

Ich würde gern für unsere Region ein Zeichen setzen und zumindest signalisieren: "Hier in der Gemeinde Elsteraue sind nicht alle Menschen gegen Ausländer und Asylbewerber."

Als ich um Spenden für die Asylbewerber bat und sie später im Asylbewerberheim Zeitz abgab (gegen Quittung, auch wenn ich die Namen der Spender nicht weitergab), war spontan Hilfe aus der Region erfahrbar.

Unser demokratisches Rechtssystem erlaubt uns eine "andere Meinung, Haltung und Lebensphilosophie" offen zu dokumentieren. Deshalb würde ich gern hier an dieser Stelle einmal zum Nachdenken animieren. Wäre es nicht auch möglich, eine Gegendemonstration zu organisieren. Auch wenn die Gemeinde nicht groß ist, so würden selbst "zwei oder drei Gegenstimmen" ein Zeichen der Solidarität bedeuten.

Ich schreibe hier als protestantische Christin. "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", heißt es in der Bibel. den alle Christen gemeinsam haben. Der Nächste ist für mich nicht nur ein Mensch, der meiner Kultur angehört meiner Glaubensgemeinschaft angehört. Der Nächste ist der Mensch, der Hilfe benötigt.

In der Bibel, Galater 5,13 – 5,15 ist zu lesen: Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen! Allein sehet zu, dass ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebet; sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Denn alle Gesetze werden in einem Wort erfüllt, in dem: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." So ihr euch aber untereinander beißet und fresset, so seht zu, dass ihr nicht untereinander verzehrt werdet.


Wenn wir auf der einen Seite unsere christlichen Werte gefährdet sehen, so wie man es derzeit befürchtet, sollten wir aber auch als Christen handeln und tätig werden.

Wer sich meinem Gedanken anschließen möchte, kann sich über eine PN bei mir melden. Damit dürfte ausgeschlossen sein, gleich als politischer und geistiger Gegner im Netz zu erscheinen. Und ich würde versuchen, beim Burgenlandkreis eine Gegendemonstration anzumelden.


Ich danke für das Interesse an diesem Beitrag.
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7 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.01.2015 | 01:09  
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Rainer Bernhard aus Seelze | 16.01.2015 | 22:36  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 17.01.2015 | 03:26  
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Kornelia Lück aus Zeitz | 17.01.2015 | 07:49  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 17.01.2015 | 17:25  
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Basti S. aus Aystetten | 19.01.2015 | 14:13  
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Basti S. aus Aystetten | 19.01.2015 | 14:20  
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