Haar der Berenike(Coma Berenices)

  Schwerin: Schweriner Galerie | Eine Lampe der ganz anderen Art, kann man erhalten wenn man ein Straußenei nimmt und die dicke Schale vorsichtig am unteren Ende so erweitert, dass man durch die Öffnung eine Birnenfassung mit Birne einführen kann. Dazu bietet der Handel vorgefertigte Fassungen oder auch Gestelle wie im Bild zu sehen ist. Wir haben uns für ein erotisches Motiv entschieden, das gut zum Motiv des von Hand bemalten Straußeneies passt. Zusätzlich kann man noch einige kleine Löcher in das Ei bohren, um den Sternenhimmel noch realistischer zu gestalten. Hier sollte der Künstler beim Zeichnen des Motives einige Sterne setzen, denn ein Anbohren nach Zeichnung des Motives ist für den Zeichner einfacher umzusetzen, als wenn sich der Künstler bei zeichnen nach den vorher gebohrten Sternenlöchern richten muss. Das Zeichen auf einem Ei, ist übrigens eine große Kunst, hier sind natürlich nicht die einfachen bemalten Ostereier gemeint, die jeder in seiner Jungend schon einmal bemalt hat.
Wirkliche Kunstwerke auf die zerbrechliche Hülle zu bringen, ist die hohe Kunst, die nicht jeder beherrscht. Was so einfach aussieht, entpuppt sich schnell als Geduldsprobe beim zeichnen, denn nicht nur das die Oberfläche nicht immer glatt ist, verformt sich mit jedem Federstrich auch das Motiv, das ja rund ist. Zahlreiche Damen versuchten anlässlich eines Workshops in Rostock Rövershagen auf Karls Erdbeerhof schon Glück und gaben schnell wieder auf. Der anfängliche Optimismus der Damen und das Vorurteil so ein Ei könne doch jedermann bemalen, endete im Erstaunen darüber, wie schwierig die kunstvolle Ostereiermalerei, doch nun wirklich sei.
Einige Kunstwerke benötigen mehr als 20 Stunden, bevor aus einem Ei ein Kunstwerk entstanden ist.
Zwischendurch muss das Ei ja immer wieder trocknen, damit man es in der Hand drehen kann, ohne dass es verschmiert.
Das Motiv „Haar der Berenike“ entstand aus einer Legende um Liebe und Treue, aus dem dann ein Sternbild entstand

Wie Konon ein Sternbild erfand

Im 3.Jahrhundert v.u.Z. war Ptolemaios III.Euergetes(Wohltäter) König von Ägypten. Seine Gattin Berenike war ihrer göttlichen Schönheit wegen berühmt.
Was sie so sagenhaft schön machte, war ihr Haar. Wir fließendes Gold glänzte das leicht gewellte Haar der Berenike und versetzte jedermann in Entzücken, der das Glück hatte, dieses Anblicks teilhaftig zu werden. Aus den fernen Ländern kamen Könige, Höflinge und Priester herbei, um dieses Wunder zu bestaunen. Dichter besangen das Haar der Berenike und ihre Schönheit in gefühlvollen Versen. Freude erfüllte das Herz, des Königs, und er fühlte sich grenzenlos glücklich.
Stets hin sein Blick am strahlenden Haar seiner Gemahlin. Doch sein Glück war nicht von Dauer.
Ptolemaios III. musste mit seinem Heer aufbrechen, um seine Feinde zu bekriegen.
Tage und Monate, Jahre gingen dahin, doch Ptolemaios kehrte nicht zurück. Von tiefer Sehnsucht nach ihrem Gemahl erfüllt, begab sich Berenike zum Tempel der Aphrodite und wandte sich mit der heißen Bitte an die Göttin, sie möge ihren Gatten beschützen, ihm zum Sieg verhelfen, damit er bald zurückkehre. Dafür wolle sie gern ihr Haar opfern.
Schon wenig später langte ein Bote im Palst an und überbrachte Berenike die Grüße ihres Gatten, verbunden mit der glücklichen Nachricht, dass er gesiegt habe und auf dem Heimweg war.
Berenike hörte die frohe Botschaft, begab sich, getreu ihrem Versprechen, wieder in den Tempel der Aphrodite, schnitt sich das Haar ab und legte es auf den Altar.
Ptolemaios III. traf ein. Im Palast wurde zur Feier seines Sieges ein Festmahl ausgerichtet. Alle jubelten. Berenike umarmte ihn. Doch Ptolemaios war sehr betrübt, als er sah, dass sie ihr wunderschönes Haar nicht mehr trug, und es verlangte ihm danach, die herrlichen Haare, die sie ihm zuliebe im Tempel der Aphrodite geopfert hatte, zu sehen. Doch inzwischen waren die Haare aus dem Tempel verswunden. Noch größerer Kummer erfasste Ptolemaios, und Tränen flossen aus seinen Augen. In diesem schwerem Augenblick trat sein Hofastronom der Mathematiker Konon, zu ihm und sagte: „Gräme dich nicht, erhabener Heerscher! Blicke zum Himmel! Dort wo der Arktur erstrahlt, siehst du jenen schwachen Stern? Dies ist das Haar der Berenike“
Um Ptolemaios zu trösten, erzählte ihm Konon, die Haare der Berenike seien von Aphrodite an den Himmel gebracht worden. Dort glänzten sie nun nach dem Willen der Götter als Sternbild in der Nacht, ein Sternbild der Lieb und Treue.

Auf der Sraußenfarm in Riederfelde bei Plau in Mecklenburg-Vorpommern bekommen Sie Ständer und "Lampenschirme" und können sich ein Motiv aussuchen.
Straußenfarm Riederfelde
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Matthäus Felder aus Lichtenstein | 23.04.2014 | 11:29  
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