Sensation bei der Europameisterschaft knapp verpasst: Silbermedaille für deutsche Federfußballer

Tanja Schlette
(ktr) Am ersten Wettkampftag der Federfußball-Europameisterschaft in der polnischen Kleinstadt Pustków-Osiedle haben die deutschen Herren im Mannschaftswettbewerb die Sensation hauch dünn verpasst und mussten sich mit der Silbermedaille zufrieden geben. In der Vorrunde kamen die deutsche Herren um Torrben Nass, Philip Kühne und Marcel Scheffel von Flying Feet Haspe sowie Philipp Münzner vom TV Lipperode zu drei lockeren Erfolgen. Zunächst konnte Gastgeber Polen mit 21:6, 21:8 aus der Halle gefegt werden. Ungleich enger, wenn auch nie ernsthaft in Gefahr, das Parkett als Verlierer zu verlassen, gestaltete sich die Partie gegen die Slowakei, die mit 21:18, 21:16 auf Distanz gehalten wurde. Kaum mehr als ein Sparringspartner war dann im letzten Gruppenspiel beim 21:8, 21:5 Erfolg Italien, der Gastgeber der WM 2015. Im Halbfinale wartet dann mit Finnland zumindest von der Papierform ein ungleich härterer Widersacher. Doch mit einem ungefährdeten 21:15, 21:12 Erfolg marschierten die DFFB-Herren ungeschlagen ins Endspiel gegen Ungarn. Hier war das DFFB-Quartett allerdings scheinbar nicht mit Glücksgöttin Fortuna im Bunde. Mit 19:21, 21:23 – dem knappsten aller möglichen Resultate – hatten Torben Nass, Philipp Münzner, Philip Kühne und Marcel Scheffel gegen die Magyaren das Nachsehen und mussten sich mit der Silbermedaille zufrieden geben.
Bei den Damen war das Startfeld kleiner, so dass hier nach dem Modus "Jeder gegen jeden" gespielt wurde. Im ersten Spiel landeten Sarah Walter vom FFC Hagen, Tanja Schlette vom TV Lipperode und Giulia-Isabella Pinnau von Flying Feet Haspe einen lockeren 21:8, 21:2 Erfolg über Italien. Doch schon im zweiten Spiel folgte die Ernüchterung: Konnte das DFFB-Trio gegen die Slowakei noch den ersten Durchgang mit 21:16 für sich entscheiden, so drehten die Osteuropäerinnen die Partie dann in den beiden folgenden Sätzen mit 16:21, 18:21. Und dies, obwohl Sarah Walter & Co beim Seitenwechsel im dritten Satz sogar noch mit 11:10 in Front lagen.
"Dann ist leider der Faden gerissen und unsere Damen konnten sich keine guten Schmetterbälle mehr erarbeiten", bilanzierte Nationalspieler David Zentarra, der auch als Delegationsleiter des DFFB fungiert. Ein Sonderlob hatte sich aber, so Zentarra weiter, EM-Neuling Giulia-Isabella Pinnau verdient, die bei ihren ersten Länderspieleinsätzen sehr konzentriert zu Werke ging und mit gutem Stellungsspiel glänzte.
Doch auch sie vermochte dann in der dritten Partie des Tages die 10:21, 12:21 Niederlage gegen den Topfavoriten aus Ungarn nicht zu verhindern. Als dann auch noch die Partie gegen Polen 21:8, 21:16, 11:21 verloren ging, stand fest, dass die deutschen Damen erstmals in der EM-Geschichte eine Medaille verpassen. Somit hatte das abschließende Spiel gegen Polen 2, das 21:16, 21:4 gewonnen wurde, lediglich noch statistischen Wert. Die deutschen Damen mussten sich im Gesamtklassement mit Rang 4 bescheiden.
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