Leider zu viel Wind für Burgdorfer Segel-Kids

Leider die meiste Zeit im Hafen: Die "Laura" mit Crew

"Nautic Young Stars"-Regatta im Sturm

Schillerslage/Heiligenhafen
Es hätte mal wieder ein tolles Segelabenteuer für die 10 bis 16-jährigen der Segelsparte vom SSV und der Realschule Burgdorf werden sollen. Aber der Sturm, der am vergangenen Wochenende über die Ostsee fegte, war einfach zu stark und ein Auslaufen damit zu gefährlich.

Zur Nautic Young Stars, eine große Segelregatta für Kinder und Jugendliche, waren die jungen Segler schon zum 3. mal angetreten. Insgesamt 21 Teilnehmer verteilt auf 3 Schiffe zwischen 10 und 15 Metern Länge. Skipper und Co-Skipper sind dabei die einzigen Erwachsenen an Bord. Ausrichter dieses Events ist das Yacht- und Charterzentrum in Heiligenhafen, mit dem die Segelsparte schon seit einigen Jahren eng zusammenarbeitet und das die vier Tage für rund 70 Mannschaften aus allen Teilen Deutschlands ausgerichtet hatte.

Begeistert und voller Vorfreude machten sich die Segel-Kids mit ihren Betreuern am Donnerstag von Schillerslage auf den Weg nach Heiligenhafen an der Ostsee. Nach den ersten gefühlt tausenden aufgeregter Fragen zum Schiff, Ausrüstung und der Funktion sämtlicher Schalter und Leinen an die Skipper sollte es am Freitag schon auf die Ostsee gehen. Einen Tag üben, Samstag Regatta und Sonntag entspanntes segeln. Aber es sollte anders kommen: Am Freitag morgen wehte der Wind mit 6-7 Windstärken über Heiligenhafen. "Zum segeln braucht man zwar Wind, aber das ist leider deutlich zu viel und zu gefährlich", sagte Skipperin Maren Mönkemeyer mit Blick auf die meist völlig unerfahrenen Kiddis und vertrat damit die Meinung aller, auch die der Organisatoren. "Auslaufverbot" hieß es von deren Seite. Das Gleiche galt für den Samstag, an dem der Wind nochmal bis auf 9 Windstärken zulegte. Und trotzdem: Langweilig wurde es nicht. Die Segler vertrieben sich die Zeit u.A. mit Anker werfen, Knoten knoten, Hafen und Stadt erkunden und der Besichtigung eines echten U-Bootes im Schifffahrtsmuseum Burgstaken auf Fehmarn. Für die Älteren gab es natürlich unter den 600 anderen Teilnehmern beim jeweils anderen Geschlecht "ordentlich etwas zu gucken". Der Sonntag konnte dann endlich zum eigentlichen Zweck der Reise genutzt werden. Der Wind hatte nachgelassen und die jungen Segler konnten mit ihren Skippern endlich segeln. Wenn auch nur kurz, dafür aber umso begeisterter. Alle hatten einen riesigen Spaß, so ein großes Schiff selbst steuern zu dürfen, Kommandos zu geben, Wende und Halse zu fahren, Leinen zu ziehen und Winschkurbeln zu drehen. Ein versöhnliches Ende eines Segelwochenendes mit wenig segeln, aber doch einem breiten Lächeln im Gesicht aller Teilnehmer.
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