28 Jahre nach Tschernobyl.... oder: das Recht der Natur

Ich habe ein höchst interessantes Video über die Wildtier-Entwicklung
(insbesondere der Wölfe) in Tschernobyl entdeckt.

http://www.youtube.com/watch?v=nlIZIpa2CZs



Der Titel "Radioaktive Wölfe" erschreckt ein wenig, und ließ bei mir eine Vorstellung
von kranken und entarteten Tieren frei. Dem ist aber keineswegs so. Die Tiere haben
sich irgendwie sehr gut angepasst. Die Wölfe "strahlen" zwar, wenn man sie misst,
aber sie sehen stark und gut genährt aus. Klar... es gibt dort keine Menschen mehr,
die die Wölfe jagen... die sich in dem Revier breit machen. Es gibt zudem so viele
Wildtiere, dass keine Art wirklich gefährdet ist.
Erstaunlich eigentlich, wie sich die Natur ihr Reich und ihr Reichtum wieder zurück
erobert...

Ein wirklich interessantes Video. Es lohnt sich allemal, sich das anzuschauen.

Ich schwanke ein wenig zwischen dem Schock (immer noch), was damals (1986)
durch Menschenfehler passiert ist, und der feixenden Freude, wie sich die Tier- und
Pflanzenwelt über alles hinweg setzt.
Ich finde das wirklich höchst interessant. Und das Problem ist ja auch
28 Jahre nach der Katastrophe noch sehr aktuell, denn es betrifft ja
nicht nur die Sperrzone um Tschernobyl, sondern ganz Ost- und West-
europa (bzw. nach Fukoshima auch die ganze Welt).

Das erste Video hat mich dazu gebracht, mir noch weitere
anzuschauen, wobei ich auf dieses interessante Video gestoßen bin:

http://www.youtube.com/watch?v=52UpG6K00ps


Da setzen sich Wissenschaftler mit der Tatsache auseinander, dass im
Sperrgebiet lebende Tiere äußerlich unversehrt und gesund aussehen...
obwohl sie höchst radioaktiv gemessen werden.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Natur so "gestrickt" ist, dass
die geschädigten (also missgebildeten) Tiere, die es gab und gibt,
vermutlich sehr schnell verenden. In der Natur haben geschwächte, alte
und kranke Tiere meist keine oder nur sehr geringe Überlebenschancen.

Im Gegensatz zum Menschen! Menschen meinen, immer alles am Leben
halten zu MÜSSEN. Aber sehen wir uns die "Tschernobyl-Kinder" doch mal
an.Ganz ehrlich... wie viele haben ein lebenswertes Leben? Wie viele
sind einfach nur Opfer der Wissenschaft? Gegenstand der Neugierde ?

Bei den Pflanzen und Tieren im Sperrgebiet um Tschernobyl herum handelt
es sich um Mutationen. Also um Tiere mit Veränderungen im Erbgut. Es
überleben also diejenigen Tiere, deren Organismus sich umgestellt und den
Umwelteinflüssen (also der Verstrahlung) angepasst hat.
Da kommt mir der Gedanke, ob das eigentlich beim Menschen auch möglich
gewesen wäre? Oder ob unser Denken und unsere Angst (die den Tieren
und Pflanzen fremd sind) uns von so einer mutierten Veränderung abhalten?
(Das sind nur so Überlegungen)
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2 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 23.11.2014 | 20:20  
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Christine Gross aus Burgdorf | 23.11.2014 | 20:26  
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