Europas populärste Jazzband – ein Hammer

Kaper und Lukács
Das Gastspiel der Dutch Swing College Band in Burgdorf wurde zu einem Höhepunkt der über zehnjährigen Geschichte des Kulturvereins, der sich dem alten Jazz und Blues verschrieben hat. Die Holländer boten eine derart frische, fröhliche und vielseitige Show, die alte Fans der Band überraschte.

Am Sonntag, den 25.09.2016, hatten die Jazzfreunde Altkreis Burgdorf und die Veranstaltungsservice Burgdorf GmbH zu einer Traditional Jazz Night mit Wild-Festessen ins StadtHaus eingeladen. Nach einem überall gelobten Dreigänge-Dinner mit perfektem Service begann der Gig gleich mit einem Sound, der das Publikum schlagartig erfasste. Was ist das denn? Gänsehaut. Das war ja noch besser, als wir alle die Band in Erinnerung hatten. Perfektionismus, gekonnte Arrangements, tolle Soli – das war nicht neu. Aber es wurde gesungen, viel gesungen. Und die gute Laune der sieben Herren sprang sofort aufs Publikum über.

Paul Rohde erinnerte in seiner Begrüßung an die frühen Jahre der DSCB. Er hatte die Band erstmals 1960 in der Niedersachsenhalle Hannover erlebt und hielt zum Beweis ein altes Programmheft hoch. Schon damals lieferten die Männer der ersten Jahre eine perfekte Show ab. Axel Schmidt hatte das Programmheft eines Gigs vom 08.11.1972 im Kuppelsaal dabei. Da entdeckte Rohde ein Jugendbildnis von “Kapellmeister”, Komponist und Arrangeur Bob Kaper (77, cl), Nachfolger des legendären Peter Schilperoort (†).

Bob und sein Freund Adrie Braat (b), der seine Frau vor zwölf Jahren im Jazzclub Hannover kennengelernt hat, haben die Band mit jüngeren Top-Solisten zu einer Profi-Formation werden lassen, die in Europa weiterhin an der Spitze dieses Genres steht. Auch die drei jungen Gesichter in der Frontline sind studierte Musiker: Maurits Woudenberg (31, tb), Keesjan Hoogeboom (33, tp, voc) und der sensationelle David Lukács (38, cl, s), der mit seinem Scatgesang ganz neue Töne in dieser Band schuf. Als neueres Mitglied setzte der humorvolle Frenk van Meeteren (64, bj, gt, voc) Akzente. Und eine Überraschung bot Drummer Anton Burger mit einem zehnminütigen Solo, das mit lang anhaltendem Applaus bedacht wurde.

Nach einer über 70-jährigen Tradition bot sich den wieder von weit angereisten Fans eine Band, die dank ihrer Weiterentwicklung, ihrem Spaß an der Musik, ihrer Perfektion, ihrem eigenen besonderen Sound nur Lob ernten konnte. Dazu trug auch die absolut perfekte Technik mit eigenem Tontechniker bei. So wurden die von Burgdorf begeisterten Herren erst nach Zugaben entlassen.
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