Begeisterung beim Pfingst-Musikfestival

Hot Pepper Jazz Band, Bond
Die mehrfach ausgezeichnete Bundesmusikkapelle Söll gastierte am Samstag im Rahmen des Pfingst-Musikfestivals im Burgdorfer Schlosspark. Das Orchester marschierte mit über 50 Musikern und drei Marketenderinnen auf das Gelände mit der großen Profibühne.
Der Organisator der Wochenendtour in die Region Hannover, Gabriel Eder, Leiter des Tourismus-Büros Söll/Tirol, bedankte sich beim Jazzfreunde-Vorsitzenden Paul Rohde für die Auftrittsmöglichkeit mit Geschenken und einer Obstler-Flasche aus Söll, dem Wohnort des “Bergdoktors” (aus der TV-Serie). Und er erkannte auch das große Engagement der Veranstaltungsgastronomie Widdel, die das Risiko einer solchen wetterabhängigen Großveranstaltung trug. Immerhin liefen andere Events wie Bundesliga-Abstiegsduell und Reitturnier gleichzeitig. Rohde ließ seinen Dank an den Hauptsponsor, die Stadtwerke Burgdorf, nicht unerwähnt.
Ehrenkapellmeister Oswald Mayr (75) überraschte dann das große Publikum mit einem anspruchsvollen Programm, das viele wohl nicht erwartet hatten. Dargeboten wurden u.a. “La Mourisque” (Tilman Susato - Danserye), “Hofballtänze” (Josef Lanner – Walzer), “Ungarischer Tanz Nr. 5 und 6” (Johannes Brahms), “African Symphony” (Van McCoy), “Abendglocken” (russische Volksweise), “Die Regimentskinder” (Julius Fucik, Militärmarsch), “Trumpets Wild” (Harold L. Walters), Evergreen-Medley u.a.
Am Ende mussten die Österreicher mehrere Zugaben geben und verlegten sich nun auf tanzbare Volksweisen. Das ließen sich die Besucher nicht entgehen. Es wurde geschunkelt, geklatscht, mitgesungen und sofort war die Tanzfläche voll.
Die Big Band Berenbostel war am nächsten Tag perfekt wie immer. Die hervorragenden jungen Musiker um Bodo Schmidt locken stets LindyHop- und Swing-Tänzer an. Bei Crèpes und Kaffee im sonnigen idyllischen Stadtpark machte auch das Zusehen Spaß.
Da hörte man Duke Elligton, Nina Simone, Count Basie, Glenn Miller, Roger Cicero, Stevie Wonder u.a. Spitze natürlich die drei jungen Damen Theresa, Siri und Isabelle als Andrew Sisters.
Mit einem Pfingstfrühschoppen fast nur bei Regen ging das trotzdem erfolgreiche Pfingst-Musikfestival der Jazzfreunde Burgdorf zu Ende.
Eine Überraschung für viele war sicher die Hot Pepper Jazz Band (Foto) aus Bonn. Zwar kannten einige die Band von anderen Festivals oder Clubs, doch die sechs Herren aus Bonn mit ihrem Gastdrummer aus Holland hier zu erleben, war ein Genuss. Ein Gast brachte es auf den Punkt: “Wäre das Wetter so wie die Band, wäre es heute proppevoll.”
So waren es doch über 250 Unentwegte, die den perfekt vorgetragenen Chicago-Jazz-Stücken lauschten. Zeitweilig unter Regenschirmen verschanzt, durften die überwiegend fachkundigen Besucher eine für Hobbymusiker ungewöhnlich saubere Show erleben. Rainer Goetzendorf, der Bandleader und Trompeter, hat die meist bekannten Stücke von King Oliver bis Sidney Bechet, von Louis Armstrong bis Thomas Waller, für seine Band arrangiert. Das Ergebnis ist wahrlich professionell.
Eine Band, die überzeugte, die bescheiden, pünktlich und sympathisch auftrat und dabei beste Unterhaltung bot. Im Publikum waren zahlreiche Mucker, die das bestätigten.
Perfekt war die Organisation durch Veranstaltungsgastronomie Widdel und die Bühnentechnik von Kluck & Lorenz. Ein rundum großes Event.
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Claus Stricks aus Burgdorf | 25.05.2015 | 20:14  
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