Kulturroute - ein 800 km langer Fernradweg durch die Region mit vielen Sehenswürdigkeiten

Ein Ausflug in die Herrenhäuser Gärten ist ein Muss für alle, die noch nicht da waren.
 
Das Logo mit dem K der Kulturroute weist dem Radler den Weg.

Per Fahrrad zu den „Leuchttürmen“ rund um Hannover


Die 800 km lange Kulturroute rund um Hannover wurde am 10. Juli 2015 eröffnet und führt den Tourenradler zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten zwischen Walsrode im Norden, Wienhausen und Edemissen im Osten, Rinteln und Bückeburg im Westen sowie Bad Gandersheim im Süden.

Ein riesiges Gebiet, von dem schon die beidseitig bedruckte 90 x 125 cm große Übersichtskarte im Broschüren-Paket (5 Euro) einen unmittelbaren Eindruck verschafft. Zum Glück sind die 15 Einzeletappen und Abstecher auf kleinen Faltkarten für die Lenkertasche noch einmal separat abgebildet, so dass man die Touren immer gut im Blick hat.

Start in Hannover

Ich habe der Bahn besonders leicht zu erreichen ist Hannover. Deshalb habe ich auch dort meine Tour begonnen. Etappe für Etappe soll der gesamte Rundkurs (435 km) an sieben Tagen erradelt werden, wobei natürlich jedem die Länge der Tagesetappen und damit natürlich die Dauer der Tour selbst überlassen bleibt. Die zusätzlichen Abstecher kann jeder nach Lust und Laune zusätzlich abradeln. Adressen von Unterkünften findet der Radler im gelben Kulturrouten-Heft.

Wer in Hannover ankommt und noch keinen Radwanderführer hat, kann ihn gleich schräg links gegenüber dem Haupteingang des Hauptbahnhofs (der mit dem großen Pferd davor) in der Touristen-Information erwerben: ein dickes Paket mit jeder Menge Informationen. Die riesige Faltkarte wird man auf Tour wohl selten verwenden, denn unterwegs sind die 15 Karten für die Folienhülle der Lenkertasche wesentlich praktischer. Was mir darauf fehlt ist eine Kilometrierung entlang der eingezeichneten Route. Wer ein Fahrrad-Navi hat, besitzt immerhin die Alternative, den Track in einer Software zu analysieren und Strecken zu messen.

Etappe 1: Vom Maschsee in Hannover nach Hildesheim 45 km


Direkt am quirligen Bahnhof geht es in Hannover los. Wir halten uns südwestlich und radeln über den Aegidientorplatz, dem "Aegi", zum Maschsee. Dieser See wurde in den 1930er Jahren künstlich u.a. zum Zwecke des Hochwasserschutzes angelegt und ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Ein unbedingtes Muss für Kunstliebhaber ist das Sprengel-Museum am Nordufer, für das man allerdings sehr viel Zeit mitbringen sollte. Es ist ein Museum für moderne Kunst und zählt mit Schwerpunkten wie dem deutschen Expressionismus und der französischen Moderne zu den bedeutendsten Museen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Auch das nahe Landesmuseum lohnt unbedingt einen Besuch.
Wer will, kann von dort noch einen Abstecher zu den Herrenhäuser Gärten und ins Wilhelm-Busch-Museum unternehmen.

Leine-Heide-Radweg

Entlang des Maschsees verläuft der Leine-Radweg, der heute Teil des Leine-Heide-Radweges ist, auf dem man von Leinefelden im Eichsfeld bis vor die Tore Hamburgs radeln kann. Wir rollen, der Beschilderung mit dem weißen K folgend, durch die Ricklinger Masch und die Leineauen nach Sarstedt. Weiter geht's über Jeinsen und Schulenburg zum Schloss Marienburg. Der Aufstieg ist nicht ganz so wild, wie man erwartet, da er sich ziemlich lang hinzieht. Dafür ist die Abfahrt zurück ins Leinetal nach Nordstemmen rasant. Wer Steigungen scheut, kann auch unten am Leineufer bleiben, verpasst dann aber den wunderschönen, weiten Ausblick ins Leinetal.
Nächstes Ziel ist die Bischofsstadt Hildesheim mit dem frisch renovierten Dom und der vieltürmigen Kirche St. Michaelis, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Am Marktplatz angekommen, sind 40 km geschafft. Im historischen Tempelhaus am Markt befindet sich die Touristen-Information. In Hildesheim sollte man unbedingt übernachten, da es hier eine Menge zu sehen gibt.

Die Beschreibung der weiteren Etappen mit vielen Fotos finden Sie auf meinem Tourenportal radtouren.net - mit inzwischen 125 Tourenbeschreibungen über Radreisen auf den schönsten Radwegen vorwiegend in Deutschland.
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