Von Asendorf nach Bruchhausen-Vilsen mit der Museums-Eisenbahn

Bruchhausen-Vilsen: Bahnhof | Lieber Leser,
diese historische Bahnfahrt steht jetzt kurz vor dem 50. Jubiläum und das ist für mich ein Grund zur Testfahrt. Das Wetter ist auch ganz prima, daher starte ich von Asendorf nach Bruchhausen-Vilsen mit einer alten, schwarzen Dampflok und einigen Waggons.
Das Abenteuer beginnt schon am Startpunkt, wo ich einen Blick beim Kauf in das Fahrkartenhäuschen machen durfte. Der Stationsvorsteher hatte es sich gemütlich gemacht, eine "olle" Schreibmaschiene war zu sehen und das Telefon hatte noch ein Wählrad. Die Tickets wurden ordentlich in einem Holzregal aufbewahrt und die Uhr ist noch analog, alles original !
Bevor die Fahrt los ging, sah ich mir den Wismarer Schienenbus T41 im Lokschuppen an, der 1933 bei der Steinhuder-Meer-Bahn in Betrieb ging und 1964 stillgelegt wurde, bis er von den Eisenbahnfreunden wieder mobil gemacht worde ist.
Der Fahrbetrieb war in beide Richtungen möglich !

Endlich, mein Zug läuft mit lautem Getöse ein und der Lokführer kuppelt sein Gefährt an der anderen Seite wieder an, wenden ist hier nicht vorgesehen.
Jetzt geht es auf "kleine Fahrt" mit der Schmalspurbahn und gewissenhaft werden wir vom Schaffner kontrolliert: "Die Fahrkarten bitte!"
Im Speisewagen findet die Bewirtung statt, aber mich lockt der Blick nach draussen.
Unter gewaltigem Dampfantrieb verlassen wir die Ortschaft und fahren durch die Wald- und Wiesenlandschaft, vorbei am Freibad in Richtung Bruchhausen-Vilsen, es ist wirklich romantisch!

Bei Ankunft am Ziel ergeben sich für den Aufenthalt viele Möglichkeiten. Anstatt die Gastronomie aufzusuchen, wandern wir lieber zum Lokschuppen und sehen uns dort um. Hier werden die Edeloldies gelagert und restauriert, wobei sich die ehrenamtlichen Aktivisten gern über die Schulter sehen lassen. Es wartet noch viel Arbeit auf sie !
Auf der anderen Strassenseite befindet sich ein imposantes Auto-Oldtimer Museum, aber leider geschlossen - schade.
Jetzt wird die Lok ausgewechselt, da jede mal in Bewegung kommen muß und unsere fährt in`s Depot.
Das nächste Modell läßt noch auf sich warten und die Kinder eines unbekannten Indianerstammes, horchten bereits an den Schienen wann es jetzt weitergeht.
Dann kam die Lokomotive "Franzburg" und die beiden "Indianer" schauten begeistert zu, wie die Verbindung von Lok und Waggon vonstatten ging und nachdem alles perfekt war begaben wir uns auf die Rückreise nach Asendorf.

Es war schon ein besonderes Erlebnis, auf den Spuren der Vergangenheit durch´s Land zu reisen und durch die blühende Natur zu fahren. Wir werden es sicherlich wiederholen!
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