Digitales Fotografieren für Online – die Praxis eine Welt für sich!

Digitales Fotografieren besteht aus den Bereichen: Hardware, Software und der fotografischen Ausrichtung auf Onlinefotografie. Wobei es bei der Hardware nicht unbedingt auf eine hohe Pixelzahl und hoher Zoom Rate ankommt, sondern auf gute Objektive und die Qualität des Sensors, der das Bild aufnimmt. Zu hohe Pixeleinstellungen haben sich in der Praxis beim Verkleinern im Onlineeinsatz als uneffektiv ergeben. Daher wird meist nur mit Pixelbreiteneinstellungen von rund 2000 bis 1000 Pixel gearbeitet. Dies leisten auch Kameras mit niedriger Pixelzahl.

Ich persönlich stehe auf Bridge- bzw. Kompakt-Cameras, die sind handlicher, pflegeleichter, robuster, leichter und platzsparender, was zu meiner aktiven Zeit als Reiseredakteur, für mich ein wichtiges Kriterium war und heute immer noch ist.

Das Team der Liveredaktion von geiseltalinfo.de musste bei ihrer Redaktionsarbeit feststellen, dass man mit einem einzigen Fotoapparat oft nicht entsprechend alles umsetzen kann, was fotografisch ansteht. Da unsere Finanzmittel äußerst eng sind, musste ein handhabbarer Weg gefunden werden. Daher wurde in den letzten Monaten für das Liveredaktionsteam eine recht ordentliche Anzahl von Digital-Kameras über ebay ersteigert. Durch die Sommerferienzeit bedingt, waren einige Raritäten zu absoluten Schnäppchenpreisen zu bekommen. Die heute schon wieder das drei- bis vierfache kosten.

Wir haben mit den ersteigerten Kameras Sets aus meist 3 Fotoapparaten zusammengestellt. So benötigt man für die meisten Ausstellungen Foto-Apparate mit einer hohen Lichtstärke, ohne großes Zoom. Blitzen ist in Bezug auf die Spiegelungen bei Ausstellungen uneffektiv. Dies gilt ebenso für kulinarische Aufnahmen in Restaurants, dort müssen die Kameras zudem auch klein sein, denn eine Kamera mit Wechselobjektiv findet auf dem Tisch kaum einen Platz, stört dort einfach. Zudem handelt es sich dabei meist um Nahaufnahmen, die sich zwischen Bauch und Tellerkante abspielen, da sind Digitale-Spiegelreflexcameras einfach zu groß und zu unhandlich.

Die von uns speziell ersteigerten Kameras werden heute gar nicht mehr hergestellt, man kann sie nur gebraucht erwerben. Zu empfehlen sind hier die Olympus 4040 und 5050. Beide verfügen über ein F 1.8 Objektiv von Lens, einfach unschlagbar!

Für Veranstaltungen benötigt man wieder ganz andere Kameras. Problematisch in letzter Zeit die Leed-Scheinwerfer in den kleinen Clubs, dafür muss man die Kamera speziell einstellen. Die lässt man dann am besten so eingestellt und besorgt sich nochmal die gleiche für normales Scheinwerferlicht. Für Publikumsaufnahmen benötigt man dann oft schon wieder eine andere Kamera mit speziellem Blitzsystem, dass man dafür auch speziell einstellt.

Sehr beliebt bei unseren Redakteuren sind Sonny Kameras mit Schwenkobjektiven, damit fotografiert man wie früher mit einem Lichtschacht, nur eben nicht Seitenverkehrt. So kann man problemlos unterhalb der Augenhöhe bis zum Boden hin fotografieren, ohne sich zu verrenken, oder sich auf den Boden legen zu müssen. Zudem ermöglicht dies ganz andere Perspektiven als aus der Augenhöhe heraus. Oder man kann problemlos über die Köpfe der Besucher hinweg knipsen. Die Kameras eigenen sich so auch ideal für Blumen und Insektenfotografie. Die kleinste Kamera wäre hier die Sonny f-505 (ideal bei Touren oder Wanderungen), dann folgen die f-707 & f-717 und die f-828. Die f-828 hat eine Zoom Handführung, was für die Bühne oft besser geeignet ist als ein Motorzoom wie bei der f-707 & f-717. Die f-505 ist für Innenaufnahmen weniger geeignet.

Für das effektive Fotografieren von Übernachtungsbetrieben benutzt man besten zwei identische Kameras, wobei die eine mit einem Weitwinkelkonverter ausgestattet wird. Ein ständiges Wechseln des Weitwinkels ist einfach uneffektiv. So kann man sich vielmehr auf das eigentliche Knipsen konzentrieren. Hierfür wurden 2 Kodak P850 erworben.

Öfters mal benötigt man auch Kameras die mit einer Lichtstärke den ganzen Zoom Bereich durcharbeiten wie die Lumix FZ10 mit F 2,8. Wir haben auch noch eine Lumiz FZ3, ein absolutes Leichtgewicht aber auch ein absoluter Ackergaul, äußerst zuverlässig, wirklich zu empfehlen!

Wir haben dann noch einige kleine Kodak EasyShare und Fujifilm fine pix Digitalkameras S304, dass Stück unter 10 Euro ersteigert, da war das Porto oft teurer als die ersteigerte Kamera. Zu den Kameras selbst, diese machen hervorragende Aufnahmen! Sind dabei klein und ausgesprochen handlich. Eine Kamera, die man einfach so mit dabei hat, für alle Fälle!

Was noch erwähnt werden sollte, wir legen Wert darauf, dass unsere Kameras alle mit einem Sucher ausgestattet sind und nicht nur mit einem Monitor! Wichtig ist auch, dass man den Sucher auf seine Sehstärke anpassen kann. Insgesamt muss man feststellen, es macht einfach Spaß, wenn man gutes Handwerkszeug zur Verfügung hat!

Jetzt zum Fotografieren selbst. Es muss eindeutig klargestellt werden, dass man für Online ganz anders fotografiert als für Print, da werden die Einzelbilder zu über 95% beschnitten. Denn für was benötigt man Boden und Himmel, auf das Wesentliche kommt es an. Dies erreicht man mit Beschneiden in der Höhe. Oft werden auch großformatige Fotos so beschnitten, als würde man ein vollkommen neues Foto schießen. Dadurch kann man Fotos auch nachtäglich passend zum Text erarbeiten.

Bei Serienbildern/Serienfotografie sieht dies schon wieder ganz anders aus, da schießt man Fotos bei denen man die Fläche voll mit dem Motiv ausfüllt. Hochkantfotos bauen wir nur im Paar ein, daher schießt man dafür immer 4-5 Fotos, damit man über eine entsprechende Motivauswahl verfügt. Der Fotograf, Redakteur ist also schon im Vorfeld gezwungen sich Gedanken zu machen wie der vorgesehene Bericht, bzw. die Berichte aussehen sollen. Hier kommen wir zu einem Punkt, der sich zu Print unterscheidet, denn dort entsteht zu einer Veranstaltung zumeist nur ein Bericht mit nur 1-3 Fotos. Bei der Liveberichterstattung Online meist mehrere Berichte mit 10 – 50 Fotos. Hier kommen dann natürlich auch Serien zum Einsatz.

Sehr oft fotografiert man auch mit einer automatisch eingestellten Bildserie. Bei bewegten Bildern oft effektiv, da ist dann oft zumindest ein gutes Foto dabei. Zudem man bedenken sollte, dass die Auslösereaktion bei Bridgecameras meist nicht so schnell ist, wie bei Spiegelreflexcameras!

Für die Fotobearbeitung, die bei dem Bearbeiten von mehreren hundert Fotos effektiv ablaufen muss, hat sich ein älteres, auf das Wesentliche ausgerichtete Bildbearbeitungsprogramm, ACDSee 5, mit am besten bewährt. Wir stehen nicht auf die PRO Versionen! ACDSee ist für die Onlineredaktion auch daher so effektiv, da man darüber auch Texte bearbeiten kann. Die Software kostet nicht viel, ist aber zwischenzeitlich leider schwer zu bekommen. Bitte CD nutzen und nicht vom Internet runterladen, haben da keine guten Erfahrungen gemacht, da wird einem automatisch Software mit runter geladen, die man absolut nicht haben will!

Ein Liveredakteur schießt oft so zwischen 600 und 1200 Fotos am Tag. Da muss einiges von den Speichermedien auf die Festplatte, dort dann nach Themen sortiert und bearbeitet werden. Dies muss effektiv ablaufen, sonst kostet dies eine Unmenge von Zeit. Da erfährt man schnell wie effektiv ACDSee 5 sich gestaltet, handhabt.
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3 Kommentare
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Andreas Köhler aus Greifswald | 28.10.2014 | 16:00  
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Ronny Ullrich aus Laucha an der Unstrut | 29.10.2014 | 17:28  
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Krohn Jürgen aus Braunsbedra | 05.11.2014 | 05:47  
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