Gruselnächte im Freizeitpark

Bottrop: Movie Park |

Wenn der Herbst kommt und es früh dunkel wird, wird es in vielen Freizeitparks ruhiger, anders im Movie Park in Bottrop. Dort findet im Oktober traditionell das Halloween Horror Fest statt. Jeweils von Donnerstag bis Samstag können die Parkbesucher das Horror Fest erleben und den Freizeitpark in einem anderen Ambiente erleben. Während Kinder tagsüber beim Kinderhalloween Kürbisse schnitzen, ist der abendliche Besuch vor allem für Gäste ab 16 Jahren, die in sechs verschiedenen Labyrinthen ihre Nerven auf die Probe stellen können, geeignet. Auch außerhalb dieser Attraktionen sind verkleidete Darsteller unterwegs und begeistern und erschrecken viele Besucher.

Wer schon früh in den Park kommt, kann die ersten Stunden für einen klassischen Parkbesuch nutzen. Der bietet in diesem Jahr keine besonderen neuen Attraktionen, sondern das bewährte Programm. Kleine Gäste finden im Nickland auf sie zugeschnittene Attraktionen. Gegen 17:30 Uhr werden beim Halloween Horrorfest die Wartezeiten an den Fahrgeschäften kürzer, denn die ersten Besucher beginnen sich an den Labyrinthen anzustellen. Später werden sie in kleinen Gruppen durch die reich dekorierten und von verkleideten Darstellern belebten Räume gehen. Wer schon im letzten Jahr zu Gast war, wird sich vielleicht an das „Deathpital Reloaded" erinnern. Gäste ab 16 Jahren können das schreckliche Krankenhaus erkunden und werden dabei immer wieder auf die Probe gestellt. Schon vor dem Eingang kümmern sich gruselige Gestalten um den Einlass. Drinnen wird es nicht besser. Plötzlich steht man einer sadistischen Krankenschwester gegenüber. Blut fließt in Strömen. Und in der Dunkelheit ist es gar nicht leicht, den Überblick zu behalten. Besonders viel Spaß machte mir die Runde durch das Deathpital in Begleitung von besonders schreckhaften Gästen, die jede Begegnung in der Dunkelheit mit spitzen Schreien quittierten und sich nur langsam durch die düsteren Räume bewegten. Wie nah Unterhaltung und Grusel beieinander liegen stellen auch weniger sensible Gäste kurz vor Ende des Labyrinths fest. Dort waren bei unserem Besuch einige der eigentlich einzeln an der Decke hängenden Fäden miteinander verknotet. Statt nach einer sanften Berührung zur Seite zu gleiten, wurden sie so zu einem einschneidenden Erlebnis, das Spuren an Stirn oder Wangen hinterließ. Doch dieser Schmerz verging nach einigen Minuten wieder.

Für meinen Geschmack besonders gut gelungen ist auch das Labyrinth „The Evil Dead". Der Weg zu diesem führt über einen dunklen Waldweg. Der ist nicht nur von Scheinwerfern gesäumt, sondern bietet auch für die Monster zahlreiche Verstecke. Knackende Zweige bekommen da ihre ganz eigene Wirkung. Wer sich beeilt und in der Zeit zwischen 18 Uhr und dem Schließen der Anstellbereiche für die Labyrinthe kurz vor 22 Uhr an keinem Fahrgeschäft und keinem Verkaufsstand halt macht, kann noch mehr erleben. „Infected" führt die Besucher in die Quarantäne-Station der New Yorker Polizei nachdem in der Stadt ein tödliches Virus ausgebrochen ist. Der „Circus of Freaks" nimmt sie mit in eine verstörende Zirkuswelt mit bösen Clowns und gefährlichen Affen. Hier machen die Erschrecker am Eingang sich den Spaß, Paare zunächst einzeln in ihre grausame Welt schicken. Dass dort nach dieser Überwindung erst der eigentliche Wartebereich beginnt, merken diese gerade noch rechtzeitig. „Nichts für schwache Nerven ist ‚The Slaughterhouse’“, verrät schon die Begrüßung. Das Schlachthaus hat sich auf menschliche Körperteile spezialisiert, die am Wegesrand liegen. Wer hätte da nicht Sorge, selbst als Frischfleisch auf der Schlachtbank zu landen? Als kleiner Trost für die etwas jüngeren Besucher ist „BaBoo Twister Club" schon ab 12 Jahren freigegeben. Alle Informationen zu Öffnungszeiten und Tickets stehen auf der Internetseite des Movie Parks.
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