Fracking - Gift fürs Trinkwasser?

Berlin: Umweltbundesamt | Was ist Fracking?

Es geht um Flöz- und Schiefergas im Stein tief im Boden gebunden. 50 Billionen Kubikmeter vermuten Geologen in Europa, ein Gutteil davon unter Deutschland.

Aber um da ranzukommen, braucht man in der Regel ein aufwändiges Bohrverfahren, das so genannte Fracking.
Dabei werden große Mengen von Wasser mit hohem Druck in den Untergrund gepumpt, vermischt mit Sand. So entstehen Risse und das Gas wird freigesetzt.

Das Problem: Oft werden gefährliche Chemikalien beigemischt um die Pumpwege freizuhalten. Ein Teil des Fracwassers bleibt im Boden, der größte Teil kommt wieder nach oben, die Abwässer werden wieder in den Boden gepumpt, ohne die Chemikalien vorher rauszuholen. Fracken sei sicher, verspricht die Firma Exxon, das Fracwasser könne nicht ins Grundwasser.

Andere sind skeptischer:
Durch die Art Sprengung des Gesteins entstehen ja auch Risse. Und über die Risse kann über die Jahre dieses giftige Wasser auch nach oben steigen und in dieses Grundwasser hineingehen."


Und auch bei uns soll gefrackt werden. An der Öffentlichkeit völlig vorbei finden bereits Testbohrungen statt.

Und das ist die Liste der Firma ExxonMobil mit den chemischen Zusatzstoffen, die den Stadtvertretern jahrelang vorenthalten wurde.
MONITOR legt sie dem Umweltbundesamt vor. Reaktion hier: Alle diese Stoffe sollten nicht ins Trinkwasser, und sind zum Teil toxisch.
Ein Zukunftsszenario:
Wenn man Fracking mit diesen Chemikalien industriell und großflächig betreiben würde, dann würden Millionen Liter Wasser gebraucht,
pro Fracking bis zu 20 Millionen Liter. Rechnet man die Mengenangaben unserer Liste hoch, wäre das dann die Menge an Chemikalien, die bei jedem Frackvorgang in den Boden gepumpt würde.
19 Tonnen der Ammonium-Verbindung,
9,5 Tonnen der Petroleum-Verbindung und
680 Kilo des Biozids.
Pro Fracking-Vorgang bei jeder einzelnen Bohrung.

Wie kann es sein, dass in Deutschland ein Bergamt ohne Information der Wasserbehörden und Wasserwerke entscheidet, dass überhaupt hochproblematische Chemikalien in den Boden gepumpt werden dürfen?

Hinweis:
Wisconsin USA. Hier wird schon seit langem gefrackt. Überall im Lande, in 34 Bundesstaaten, eine riesige Industrie, ein Milliardengeschäft. Und das ist lange Liste der chemischen Zusatzstoffe, in den USA, die bei verschiedenen Bohrungen benutzt wurden. Viele davon sind krebserregend, hormonverändernd, wassergefährdend. Überall im Lande gibt es Berichte über kontaminierte Brunnen. Viele Bürger in den USA sind besorgt.
Bevor die kamen, war das Wasser hier absolut sauber." Die Bohrunternehmen bestreiten, dass die verschmutzen Trinkwasserbrunnen irgendetwas mit dem Fracking zu tun haben. Jetzt hat eine Untersuchung der Umweltbehörde EPA begonnen. Der New Yorker Senat will bis auf Weiteres Fracking verbieten.

In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sind Genehmigungen erteilt worden, die das fracken erlauben. Ohne das die Verantwortlichen über die Gifte informiert wurden!!!

Wo bleibt hier mal wieder die Politik??

Die Wasserämter sind sauer....
mehr dazu unter:

http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2010/1118/w...

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8 Kommentare zum Beitrag
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 19.11.2010 um 16:04 Uhr  
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