Kneippverein Barsinghausen wandert zur Bisonfarm nach Essel

Die Wanderer des Kneippvereins Barsinghausen besichtigen die in Norddeutschland einmalige Bisonfarm in Essel.
Barsinghausen: Bahnhof Barsinghausen | Die Wandergruppe des Kneippvereins Barsinghausen fuhr mit dem Heidesprinter ERIX umweltfreundlich in die Heidekreismetropole Schwarmstedt, wo sich in deren nördlichem Bereich die Wasser der Leine in die Aller ergießen.

Durch eine mit Weiden bestandene malerische Allee, vorbei an abgeernteten Getreidefeldern und Koppeln, wo noch Rinder wie früher im satten Grün artgerecht gehalten wurden, ging es weiter in nördliche Richtung, wo in der Ferne die Aller zu erahnen war. Man konnte auch sehen, dass dieses Gebiet eine Hochburg der Pferdezucht ist, als auf einer Weide edle Pferde mit ihrem Nachwuchs das Sonnenlicht dieses herrlichen Tages genossen und die Fohlen im schnellen Lauf ihre Wendigkeit zeigten und ihre Lebenslust austobten.

Nach etwa 6 Kilometern war das zu Schwarmstedt gehörige Dorf Essel erreicht. Dort wurden die Wanderer bereits vom Besitzer der Bisonfarm, der auch Tierarzt ist, erwartet. Nach einer kurzen Begrüßung bestiegen die Kneippianer den bereitstehenden Safariwagen, der mit einem Treckeroldtimer auf eine der Weidegründe der Bisonfarm gezogen wurde, wo die Tiere in unmittelbarer Nähe des Treckeranhängers grasten.
Im Jahre 2003 wurde hier auf einem 70 Hektar großen historischen Dauergrünland mit der Zucht von Bisons mit einem Bestand von zunächst 30 Tieren begonnen, wobei alle Mutterkühe und Zuchtbullen direkt aus Kanada stammen und aus original kanadischen Blutlinien gezogen wurden. Mittlerweile ist die Herden, die ständig zu allen Jahreszeiten wild in freier Natur lebt, auf 100 Tiere herangewachsen. Zwecks Vermarktung werden die Bisons waidmännisch auf dem Gelände erlegt. Zweimal im Jahr werden dann köstliche Fleischgerichte aus Bisonfleisch im nahe gelegenen Heide Kröpcke den Touristen offeriert.
Dadurch, dass sich die Tiere ganzjährig auf den Weiden ernähren, ist das Fleisch frei von Wachstumsförderern, Antibiotika und Hormonen und somit BSE-frei. Um Inzucht zu vermeiden, gibt es einen Austausch von Jungbullen mit einem ähnlichen Zuchtbetrieb in der Nähe von Dresden. In ganz Deutschland existieren keine anderen Bisonzuchtfarmen der gleichen Größenordnung wie in Essel und bei Dresden.

In dem Bewusstsein, ein besonderes Erlebnis gehabt zu haben, wurde anschließend der Heimweg angetreten, der am Bothmer See vorbeiführte. Da aber von den Wanderdamen vergessen wurde, den Bikini mitzubringen, wurde das köstliche Nass trotz des schönen Wetters nicht ausgenutzt.

Bericht von Günter Höppner
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