Ausgelassen bis über Mitternacht feierte der Junggesellen-Klub Gittelde sein Jubiläum

    Gittelde: Schützenhaus | Ausgelassen bis über Mitternacht feierte der Junggesellen-Klub Gittelde sein Jubiläum

Gittelde (kip) Dicht gedrängt saßen die Mitglieder des Junggesellen-Klubs Gittelde von 1864 mit ihren Gästen in der Paul-Philipp-Halle des Schützenhauses zusammen als Vorsitzender Christian Lagershausen die Jubiläumsfeier "150 Jahre Junggesellen-Klub Gittelde" eröffnete. Der Reservistenkameradschaft dankte er für die Bewirtschaftung und der Schützengesellschaft für die Nutzung des Schützenhauses.
Hans-Joachim Brünig hatte es übernommen, die Höhen und Tiefen des Jubelvereins in Erinnerung zu rufen. Er führte aus, dass ohne die Akzeptanz und den erforderlichen Zuspruch der Verein über 150 Jahre hinweg hätte nicht bestehen können. Dies beweise auch der große Besuch der Jubiläumsfeier. Als 1864 der Klub gegründet wurde hatten junge Frauen und Männer des Ortes das Ziel vor Augen, gemeinsam etwas für das kulturelle Miteinander der Dorfgemeinschaft zu tun. Über die Zeit bis 1927 liegen keine schriftlichen Aufzeichnungen über die Vereinsaktivitäten vor.
1928 widmeten die Jungmädchen in Gittelde den Junggesellen eine Fahne. Diese Fahne schmückte zur Jubiläumsfeier die Festhalle. Für die jüngere Generation des Klubs galt diese Fahne bis 2001 als "verschollen". In diesem Zusammenhang zeigte Hans-Joachim Brünig auf, wer seinerzeit aktiv am Vereinsleben teilgenommen hatte. So erinnerte er an die Fotos zu den Schützenfesten von 1931 und 1934.
In der Zeit des dritten Reiches und des II. Weltkrieges gab es wie auch bei den übrigen örtlichen Vereinen keine Aktivitäten des Vereins. Nach dem ersten Schützenfest 1957 nach dem II. Weltkrieg besannen sich die Orte wieder auf alte Sitten und Bräuche. Hans Wiedemann und Walter Köppelmann nahmen hoch zu Ross am Schützenfest teil. Erstmals war dem Junggesellenmajor ein Adjudant zur Seite gestellt. Aus dieser Zeit belegen alte Fotos die damaligen Aktivitäten des Klubs. Einerseits waren die "Alten" mit Theo Brünig senior, August Biegling und Willi Robbin und andererseits "Der Nachwuchs" mit Otto Kurbach, Theo Brünig jun., Erwin Hosang, Werner Froböse, Dieter Redecker, Heinz Will, Dieter Koch, Robert Biegling und Walter Köppelmann auf den Fotos zu sehen.
Hans-Joachim Brünig erinnerte daran, dass die schöne rote Fahne des Junggesellen-Klubs bei den Gittelder Schützenfesten für das traditionelle Fahnenspiel der Schützen verwendet wird. Im dreijährigen Rhythmus nimmt der Junggesellen-Klub am Schützenfest in Gittelde teil.
1963 fassten sich einige Gittelder ein Herz und "gründeten" ihren Junggesellen-Klub. Leider war damals diesen Gründern nicht bekannt, dass es in Gittelde den schon 1864 gegründeten Junggesellen-Klub gibt.
Hans-Joachim Brünig berichtete über die Ausleihungen der Federbüsche und Zweispitzhüte bei den Schützen in Badenhausen und den damit verbundenen Irritationen, die dazu führten, dass Rolf Brünig und Werner Froböse sich dafür einsetzen, dass Hutfedern, Federbüsche und zusätzlich Schulterstücke vom Jungesellen-Klub Gittelde in Braunschweig erworben wurden.
Fortan brachte sich der Junggesellen-Klub engagiert in das dörfliche Leben ein. Zu regelmäßig stattfindenden Stammtischen trafen sich die Mitglieder, zu Busfahrten, Tagesausflügen und Tanzvergnügen wurde eingeladen und an den dörflichen Festen der örtlichen Vereine und Verbände und deren Umzügen beteiligten sich der Klub aktiv.
Er rief in Erinnerung wie der Jubiläumsklub zum Storch als sein Wappentier kam.
1966 fand in Gittelde das erste Schützen- und Junggesellenfest statt. Fortan wird alle drei Jahre dieses Fest gemeinsam gefeiert, so auch in diesem Jahr vom 25. bis 28. Juli. Ausführlich berichtete Hans-Joachim Brünig über die Zeit nach 1966. Er berichtete über die lebendige Vereinsarbeit und umfassend über das letzte auf dem Anger (heutiger Sportplatz) gefeierte Schützen- und Junggesellenfest. In diesem Zusammenhang zeigte er den Wandel im dörflichen Leben und die heutige veränderte Einstellung zum Vereinsleben auf. 1996 durfte erstmals Matthias Kurbach als Stauffenburger zum großen Fest "zu Pferd sitzen".
In seinem Rückblick sprach Hans-Joachim Brünig über die gefeierten Sommerfeste anfangs auf Hof Brünig und später auf dem alten Schulhof, an die verschiedenen Winterparties und sonstigen Feiern.
Nicht unerwähnt blieb die Jubliläumsfeier "140 Jahre" und die von dem damaligen Vorsitzenden der Schützengesellschaft Hans-Heinrich Knocke restaurierten alten Schützenfahne, die einen würdigen Platz im Schützenhaus hat.
Weiter wurde an die langjährige Vorstandsarbeit mit dem heutigen Ehrenvorsitzenden Dirk Köppelmann erinnert. Auch der eingetretene Generationswechsel beflügelt die Arbeit des Junggesellen-Klubs, der auf eine starke Mitgliederzahl blicken kann.
In 2008 hat zu Schützenfest Dirk Köppelmann zum 5. Mal im Sattel seines Pferdes gesessen; davon zum 4. Mal als Junggesellen-Schützenmajor. Ihn saßen zu seiner Seite hoch zu Ross die Adjudanten Tim Klawitter und Christian Lagershausen, der seit 2009 dem Jubiläumsverein als Vorsitzender vorsteht. In 2009 wurde ein Ältestenrat gegründet. 2011 fand die letzte Winterparty am und im Schützenhaus statt. Jüngst hat der Junggesellen-Klub die Aufgaben der Osterfeuergemeinschaft übernommen. "Was wäre Ostern ohne Osterfeuer", so Hans-Joachim Brünig.
Seit 2011 führt Christian Lagershausen als Major und Vorsitzender des Klubs die Junggesellen an. Ihn unterstützen die Adjudanten Tim Klawitter und Marvin Keune.
Nach dem erfolgreichen Schützenfest wurde mit den Vorbereitungen zu diesem Jubiläumsfest begonnen. Etwas irritiert waren die Junggesellen über einen Bericht über das in 2013 gefeierte 50-jährige Bestehen (Wiederaufnahme der Vereinsarbeit) des 1864 gegründeten Junggesellen-Klubs. Mit den Worten "Traditionen wahren und für die nächste Generation erhalten" beendete Hans-Joachim Brünig seinen mit langanhaltendem Beifall aufgenommenen Rückblick.
Nach einem gemeinsamen Essen wurde bis spät in die Nacht gefeiert. Erinnerungen wurden ausgetauscht und über diese oder jene Anekdote im Vereinsleben sich amüsiert.

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Der amtierende Vorstand mit Ehrenvorsitzenden Dirk Köppelmann und Vorsitzenden Christian Lagershausen.

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Blick in die dicht besetzte Paul-Philipp-Halle am Jubiläumsabend.
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