Stadt hat in eine Schranke am Kirchparkplatz investiert

Der neue ehrenamtliche Bad Lauterberger Schrankenwärter Hans Eckardt, der allerdings bei der Premiere die Schranke nicht schließen konnte, der Schlüssel war nicht aufzufinden
Bei der Inbetriebnahme war der Schlüssel im Rathaus nicht zu finden

Bad Lauterberg (bj). Auch wenn die Kassen der Stadt seit Jahren leer sind, so gibt doch hin wieder aus dem Rathaus kreative Ideen, wie man mit wenig Geld die Bürger mit unnützen Dingen erfreuen kann. Jüngstes Beispiel ist der Einbau einer Schranke an der Einfahrt zum Kirchparkplatz von der Schulstraße aus. Mitte September, so mehrere Anlieger der Schulstraße, rückten die Arbeiter des städtischen Bauhofes an und stellten die Schranke mit dem amtlichen Verkehrsschild Nr. 250 „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ auf und pflasterten den Standort fachgerecht.

Obwohl inzwischen mehr als vier Wochen vergangen sind, wurde die Schranke nur einmal an einem Markttag am Freitag von Mitarbeitern der Stadtverwaltung geschlossen. Aus diesem Grund hat sich Anwohner Hans Eckhardt spontan bereit erklärt den Posten des Schrankenwärters ehrenamtlich zu übernehmen. Auch hat er sich bereits die komplette Ausrüstung mit Haltekelle, Sicherheitsweste, Schärpe mit Hinweis auf die Tätigkeit und Mütze zusammengestellt. Eigentlich sollte am Freitag 18. Oktober, die feierliche Premiere seiner neuer wichtigen Tätigkeit sein, doch man mag es überhaupt nicht glauben, der Schlüssel, der mit einem Vorhängeschloss gesicherten Schranke, war im ganzen Rathaus nicht aufzutreiben. Die Damen des Ordnungsamtes, die in Bad Lauterberg den ruhenden Verkehr überwachen und auch für die Schranke die Verfügungsgewalt haben, auch liebevoll „Stadtsheriffs“ genannt, waren beide in Urlaub. Und so musste auch an diesem Tag die Schranke ungenutzt offen bleiben. Dies, so waren sich die Anlieger und viele Zuschauer einig, zeigt wie völlig unnütz diese Baumaßnahme war. Wenn schon auf dem Kirchparkplatz eine Veranstaltung oder Markttag ist, sieht jeder Fahrzeugführer ohnehin, dass durch Verkaufswagen, Marktstände, usw. keine Durchfahrt möglich ist. Andererseits lassen sich auch im Vorfeld von Veranstaltungen mit der Schranke kaum parkende Fahrzeuge verhindern, da ja man über die Hauptstraße/Kirchstraße jederzeit bequem auf den Platz fahren kann.
Hätte man das Geld für die Schranke in einem Spielplatz investiert, so Walter Häfner, wäre es sinnvoll angelegt - es zeige wie sinn-und planlos die Verwaltung arbeite - auch wenn es sich hier nur um einen relativ geringen Geldbetrag handele. Sicherlich, so waren sich alle Beobachter einig, wird auch diese tolle Baumaßnahme in die Annalen der Bad Lauterberger Schildbürgerstreiche, unter anderem zusammen mit den bekannten „Otto-Kübeln“ der Oderfelder Straße, oder der viel zu schmal geratenen, aber dafür mit zwei Bürgersteigen ausgestatteten Koldungsbrücke, eingehen.
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