Bürgerinitiative und Gruppe Volker Hahn/GRÜNE stellen Antrag auf Sperrung der B 243 alt für LKW über 7,5 to.

Nach wie vor starker LKW auf der alten Ortsdurchfahrt
 
Nach wie vor starker LKW-Verkehr auf der alten Ortsdurchfahrt
Bad Lauterberg. Nach rund sechsjähriger Bauzeit und einem Kostenvolumen von rund 98 Mill. Euro wurde im September 2014 die B 243n, Ortsumgehung Barbis und Osterhagen, eröffnet. Anlieger der alten Ortsdurchfahrten in Barbis und Osterhagen haben während der vergangenen zwölf Monate den Verkehr genau beobachtet und sind zu dem Schluss gekommen: „Der Durchgangsverkehr hat sich in beiden Ortschaften erheblich reduziert, allerdings, was besonders den LKW-Verkehr betrifft, auf einem viel zu hohen Niveau eingependelt“.
Wie dazu von Anliegern der B 243 alt erläutert wurde, benutzen weiterhin rund 25.000 Fahrzeuge pro Woche die Ortsdurchfahrten. Davon sind rund ein Drittel Lastkraftwagen über 7,5 to., wobei der reine LKW-Anliegerverkehr davon nur einen ganz geringen Anteil hat. Dieser LKW-Anteil ist deutlich zu hoch, deshalb wird für die gesamte B 243 alt zwischen Zoll und Kreisel Steina eine Sperrung für LKW über 7,5 to gefordert.
Nach dem Klaus Richard Behling (BI Kreistagsabgeordneter und Ratsherr) sowie die Bad Lauterberger BI-Abgeordneten Eike Röger und Rainer Eckstein in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche wegen der vorgenannten Problematik mit weiteren betroffenen Bewohnern der Ortsteile und beteiligten Behörden führten, stellte die BI inzwischen Anträge an die Stadt, bzw. den Landkreis Osterode, zur Sperrung der B 243 alt zwischen der Abfahrt Zoll auf den gesamten Ortsdurchfahrten Barbis und Osterhagen, bis hin zum Steinaer Kreisel, für LKW über 7,5 to. Ausgenommen soll der Anliegerverkehr sein.
Einen ähnlichen Antrag zur Sperrung(verkehrsbehördliche Anordnung) der alten Ortsdurchfahrten stellte inzwischen auch die Gruppe Volker Hahn/GRÜNE. Die Gruppe fordert die Umsetzung noch während der angelaufenen Instandsetzungsarbeiten, mit dem Ziel, besonders die Lärmbelästigung durch den, durch die Maut, noch zunehmenden Schwerverkehr, zu reduzieren.
Nach Befragungen der auswärtigen LKW-Fahrer in den Ortsdurchfahrten Barbis und Osterhagen gibt es eine Reihe von Gründen, warum trotz neuer vierspuriger B 243 die alte Strecke nach wie vor benutzt wird: Die vierspurige neue B 243 ist seit Anfang 2015 mautpflichtig ist, außerdem wurde die Maut auch auf nunmehr mittelschwere Fahrzeuge ab 7,5 to. ausgeweitet (bisher LKW ab 12 to. Gewicht). Aus Kostengründen bietet sich somit die alte Strecke als günstige Alternative an. Dies trifft besonders auf ausländische LKW zu, bei denen es nicht auf die Zeit, sondern die ersparte Maut ankommt. Auch wird häufig die nur allmählich ansteigende alte Strecke bevorzugt, da die langanhaltende Steigung der neuen B 243 vom Bereich Zoll bis zur Kuppe Koldung/Butterberg einen hohen Energiebedarf für schwere LKW bedeutet. Auch führen Navigationsgeräte mit alter Software häufig ortsunkundige LKW-Fahrer über die alte Strecke. Zudem, so die genervten Anlieger, laden die Hinweisschilder U-NDH an der B27/B243 an der Abfahrt Zoll geradezu die LKW-Fahrer ein, die relativ wenig befahrene alte Alternativstrecke zu benutzen. Diese Zusatzschilder U-NDH an der Abfahrt Zoll und vor der Kreuzung an der Zollbrücke sollen nach Meinung der Anlieger wieder entfernt werden. Vor der Ortsdurchfahrt Scharzfeld sind solche Schilder ebenfalls nicht angebracht, trotzdem läuft der gesamte Verkehr bei Unfällen auf der B 27/B 243 während der dadurch nötigen Umleitungszeit ohne größere Probleme durch die Ortsdurchfahrt Scharzfeld. Das Gleiche sollte bei Sperrungen der B 243n auch ohne diese Zusatzschilder für Umleitungen durch Barbis und Osterhagen ebenfalls möglich sein.
Bei der Beurteilung des Antrages so die BI und die Anlieger, sollte auch Betracht gezogen werden, dass für einen künftigen Neuausbau der zurückgestuften Ortsdurchfahrten (Barbis Stadtstraße) - Osterhagen (Kreisstraße) die Anlieger mitveranlagt werden.
Außerdem wurden Schäden an zahlreichen Gebäuden, Treppen, Gartenmauern, usw. durch den anhaltenden hohen Verkehr im Zuge der alten Ortsdurchfahrten, bis heute nicht durch die Straßenbauverwaltung reguliert. Damit nicht weitere Schäden durch ein vermeidbares Verkehrsaufkommen entstehen, ist schon deshalb eine Sperrung für unnötige Fahrten von LKW ab 7,5 to. unerlässlich.
Erfreut ist die Bürgerinitiative Bad Lauterberg, dass inzwischen auch die Gruppe Volker Hahn/GRÜNE einen ähnlichen Antrag gestellt hat. Da auch die SPD Bad Lauterberg die Klagen der Anwohner offensichtlich zur Kenntnis genommen hat, dürfte eigentlich einer gemeinsamen Durchsetzung der Sperrung für den schwerlastverkehr nichts mehr im Wege stehen.
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