Gerd Hintze begeisterte mit seinem Lichtbildervortrag "150 Jahre Ernst-August-Stollen"

  Gerd Hintze begeisterte mit seinem Lichtbildervortrag "150 Jahre Ernst-August-Stollen" die interessierten Mitglieder

Bad Grund (kip) Auf Einladung der Siedlergemeinschaft "Grüne Tanne" hielt Vereinsmitglied Gerd Hintze einen Lichtbildervortrag aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums des Ernst-August-Stollens, der in den Jahren 1851 - 1864 aufgefahren wurde.1864 wurde mit einem großen Fest mit Tausenden von Teilnehmern der Stollen eingeweiht und diese bedeutende Bauwerk für den Oberharzer Bergbau gefeiert.. Seinerzeit wurde mit Böllerschüssen in Clausthal-Zellerfeld das Fest begonnen. Diese Schüsse waren in Gittelde zu hören. Zuvor hatte Vorsitzender Winfried Kippenberg den Referenten und interessierte Mitglieder begrüßen können. Einige von ihnen waren im Erzbergwerk Grund eingefahren und hatten dort für viele Jahre Arbeit und Brot. Auch Gerd Hintze aus Wernigerode am 1. Juni 1990 kommend hatte bis zur Betriebsschließung am 31. März 1992 dort seinen Arbeitsplatz.
In unzähligen Befahrungen hat der Referent mit einigen weiteren interessierten Forschern den Ernst-August-Stollen vom Mundloch in Gittelde bis nach Clausthal-Zellerfeld befahren. Teils waren sie mehrere Tage unterwegs. Der gesamte Ernst-August-Stollen mit allen Nebenstrecken wurde von ihm und seinen Kameraden teils in langen Gummihosen und teils mit kleinen Booten befahren. Die Boote waren während der Betriebszeit des Erzbergwerks für Kontrollfahrten des Wasserlaufs aus dem Oberharz genutzt.
Mit seinen über 100 Dias gab Gerd Hintze einen Einblick in die Untertagewelt des Stollens mit seiner Gesamtlänge von 40,2 Kilometern. Mit Daten gespickt erläuterte er anschaulich die einzelnen Dias. Er zeigte traumhaft schöne Mineralienaufschlüsse. Zugleich berichtete er über die Vorbereitungen und über die Durchführung der Exkursionen sowie über die bei den Exkursionen erlebten Begebenheiten und Erlebnisse. Er zog Parallelen zum Tiefen-Georg-Stollen, der 1799 fertiggestellt war. Besonders interessant waren seine Hinweise über den Verlauf dieser beiden Stollen unter der Bergstadt Bad Grund. So ließ Hintze nicht unerwähnt den 1855 abgeteuften Knesebeck-Schacht und den 1951 abgeteuften Schacht Wiemannsbucht. Der Knesebeck-Schacht wird heute als Bergbaumuseum "Schacht Knesebeck" genutzt. Der Knappenverein pflegt die bergmännischen Traditionen. So nahm Gerd Hintze als Vorsitzender des ausrichtenden Knappenvereins die Gelegenheit war und lud zum Bergdankfest in Bad Grund am 7. Februar 2015 ein.
Während des Vortrages und im Anschluss daran berichteten einstige Bergkameraden über ihren schweren Beruf. Andere Teilnehmer baten um ergänzende Informationen zu Details.
Mit dem Vortrag war dieser Abend noch nicht beendet. Gesprächsstoff über den einstigen Bergbau in der Bergstadt und im Harz gab es genug. Mit einem herzlichen Dank an den Referenten Gerd Hintze und an alle Teilnehmer beendete der Vorsitzende den informativen Vortragsabend. Langanhaltender Beifall und der Bitte weitere Vorträge folgend zu lassen, klang der Lichtbildervortrag aus.

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Gerd Hintze gibt mit seinen über 100 Dias gab Einblick in die Untertagewelt des Ernst-August
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