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GRANDIOSES SOMMERTHEATER IN DEN STRANDTERASSEN

Schauspieler Volker Kühn aus Hannover begeistert sein Publikum in Steinhude


Sie Strandterrassen in Steinhude sind ein gehobenes Resturant und kein Theater. Dank Volker Kühn werden sie aber zu einem. Der hannöversche Schauspieler gastierte dort mit seiner neuen Produktion "GENOVEVA oder DIE WEISSE HIRSCHKUH" von der Dichterin Julie Schrader und erntete für seine bravouröse Darstellung "standing ovations". Denn Kühn spielt alle acht Rollen dieser schrägen Komödie selbst, ohne Umzüge, nur voneinander abgesetzt durch verschiedene Tonlagen, Mimik, Gesten und Dialekte. Ob als strenge Exzellenz zu Hannover, ob als ungarischer Lustmörder, als liebliches Vevchen oder Kaiser Wilhelm der Zweite persönlich; der Ausnahmekünstler Kühn brilliert in jeder Darstellung des facettenreichen Stückes.

Zum Inhalt des Werkes.

Genoveva, genannt Vevchen, eine schöne, junge Magd, im Dienste der Frau Adolphine Plückerjahn, ihres Zeichens Exzellenz zu Hannover, verliebt sich in deren Neffen Adelkurt, einen jungen Lebemann. Weil nicht standesgemäß, ist die Tante natürlich gegen die Liaison. Heimlich vermählen sich die beiden Verliebten am Grab von Vevchens Mama, genannt Goldmuttchen. Vevchen flieht vor der bösen Schwiegertante nach Berlin, wo sie im dortigen Tiergarten von dem Lustmörder Hugestines bedrängt wird. Errettet wird sie vom Standbild des Engels Hesekiel, der sie zum Schutz vor allen Unbilden der sündigen Großstadt in eine weiße Hirschkuh verwandelt.
Indes ergibt sich Adelkurt in Hannover dem Trunk und der Völlerei und führt ein lasterhaftes Leben. Alsbald bereut er jedoch sein Handeln, bläst seiner Tante das Lebenslicht aus und reist mit deren Geld nach Berlin, um sich wieder mit seiner Liebsten zu vereinen.
Dort begegnen die Beiden seiner Majestät, dem deutschen Kaiser Wilhelm, der alles zu einem guten Ende bringt, ihnen alles verzeiht, sie in den Adelsstand erhebt und ihnen ein Schloss bei Osnabrück schenkt.

Geschrieben wurde das Werk von der hannöverschen Dichterin Julie Schrader (1881 - 1939). Sprachlich könnte man es irgendwo zwischen Kurt Schwitters und Rosamunde Pilcher ansiedeln. Uraufgeführt wurde es erst 36 Jahre nach dem Tod der Autorin an den Münchner Kammerspielen. Verständlich. Zu Kaisers Zeiten galt es als bösartige Gesellschaftssatire und wäre wohl kaum durch die Zensur gekommen. Heute kann man es als Comedy, oder auch Kabarett, des frühen 20. Jahrhunderts betrachten.

Noch dreimal wird Volker Kühn mit diesem Abend in den Steinhuder Strandterrassen, Meersraße 2 in 31515 Steinhude, zu sehen sein. Und zwar immer Dienstags am 18. 7., 1. 8., und 15. 8. 2017 um 20 Uhr.
Der Eintritt beträgt 12 €. Karten können unter Telefon 05033 50 00 reserviert werden.
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