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Fürst zu Schaumburg-Lippe nahm Abschied von Kaisersohn Otto von Habsburg

Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe und seine Gattin Nadja (4. v. li. im Trauerzug) begleiten Otto von Habsburg im Trauerzug zur Kaisergruft in der Wiener Kapuzinerkirche.
Unvergessenes Engagement des Kaisersohnes in Wunstorf


Wunstorfer Winfrfied Gburek vertrat die Deutsch-Kroatische-Gesellschaft


Der älteste Sohn des letzten regierenden Kaisers von Österreich und Königs von Ungarn, Otto von Habsburg, ist gestorben. Er wurde als künftiger Kaiser geboren und wurde nach einem Requiem im Wiener Stephansdom, gemeinsam mit seiner Gattin Regina von Habsburg, die bereits ein Jahr zuvor verstarb, in der Kaisergruft von Wien bestattet. Unter den rund 1.000 Ehrengästen im Stephansdom waren zahlreiche Vertreter europäischer Adelshäuser wie König Carl XVI. Gustaf von Schweden und seine Frau Silvia, Fürst Hans-Adam II. von Liechtenstein mit Fürstin Marie sowie Großherzog Henri von Luxemburg und Großherzogin Maria Teresa. Auch Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe und seine Gattin Nadja ließen es sich nicht nehmen, den leidenschaftlichen Europäer auf seinem letzten Weg, in einem Trauerkondukt durch die Innenstadt von Wien, zu begleiten.
Für die Politik kamen Trauergäste wie der Präsident des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek, Kroatiens Ministerpräsidentin Jadranka Kosor und der georgische Präsident Michail Saakaschwili. Für Österreich kamen neben Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Werner Faymann zahlreiche Minister und Landeschefs. Aus Wunstorf reiste Winfried Gburek gemeinsam mit seiner Frau Renate zu den Trauerfeiern nach Wien. Stellvertretend für die Deutsch-Kroatische-Gesellschaft e.V. Hannover trugen sie sich vor den aufgebarten Särgen in der Kapuzinergruft in das Kondolenzbuch ein, um dann auch der Beisetzung zu folgen. Unvergessen sei für ihn Engagement und die Zusammenarbeit mit Otto von Habsburg zur Vorbereitung der ersten Direktwahl zum Europaparlament im Jahr 1979. „Als die überwiegende Mehrheit ein vereintes Europa und die Direktwahl noch für völlig abwegig hielten, unterstützte er uns in der Region Hannover, um die Popularität und den Sinn eines vereinten Europas voranzubringen“, sagt Gburek. „Gemeinsam mit ihm und damaligen Fürsten Philipp Ernst zu Schaumburg-Lippe, dem damaligen Bürgermeister von Neustadt a. Rbge., Michael Baldauf und dem zuständigen Bundestagsabgeordneten Dr. Edgar Jahn, Braunschweig, organisierten wir die Vorbereitungen zur Direktwahl in einem Treffen im Ratskeller, unterhalt des Wunstorfer Rathauses.“ Bei den folgenden Informationsveranstaltungen waren sie auch auf dem Wunstorfer Fliegerhorst gern gesehene Gäste. Zuletzt traf Gburek mit Otto von Habsburg in Banja Luka zusammen, als er anlässlich seines 95. Geburtstages das Land Bosnien-Herzegowina besuchte. Otto von Habsburg, der älteste Sohn des letzten Kaisers von Österreich und Königs von Ungarn, galt als leidenschaftlicher Europäer, trat vehement für verfolgte Bürger Mittel- und Osteuropas ein.
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