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Den Biber in freier Natur erleben!

Zwei Biber schwimmen auf mich zu.
Schon einige Tage versuche ich den Biber am Kolk (Angelgewässer), in Neustadt a. Rbge, zu fotografieren. Am gestrigen Dienstag habe ich erstmalig seinen Abendspaziergang hautnah miterleben dürfen. Wie üblich saß ich am Angelplatz und wartete. Zwei Biber kamen mir auf der täglichen Route, vom Biberbau kommend, entgegen geschwommen. Ihr Ziel ist fast immer ein bestimmter Weidenbusch, der über der Wasseroberfläche hängt. Als ich gesichtet wurde, tauchten beide Tiere mit einer Vorwärtsrolle ab und kamen erst unter dem Weidenbusch wieder an die Oberfläche. Gesehen habe ich die Tiere nicht, nur das laute Nagen an den Zweigen war gut zu hören. Nun musste ich schnell den Standort wechseln. Der Biber blieb nie sehr lang an diesem Fressplatz, sein Ziel ist die nahe Leine.

Vor einigen Tagen hatte ich auf den Biber gewartet, bis dieser den Fressplatz verließ, und bin dem Biber dann gefolgt. Das schlaue Tier hat natürlich gemerkt das dort jemand ist. Er hat seine Flucht unter Wasser fortgesetzt, was ich leider nicht sofort erkannte. Futsch waren die erhofften Fotos.

Um in die Leine zu gelangen, muss der Biber aber zuvor einen kleinen Erdwall mit Weg überqueren. Nun saß ich da und wartete. Es dauerte nicht sehr lange, bis sich am Ufer des Weges die Zweige bewegten. Meine Kamera war auf das Kommende gerichtet. Der Biber ging sehr langsam über den Weg, ohne sich auch nur einmal umzusehen. Mir gelangen einige schöne Bilder von dem scheuen Tier. Der Vorstand vom Angelverein wird sich freuen über die neuen Biberbilder.

Nun war der Biber im Graben drei, wie dieser vom Angelverein benannt ist, und schwamm langsam gen Leine. Bevor der Biber aber den Weg zur Leine nahm, machte er noch einen kleinen Abstecher zu seiner gefällten Weide. An der nahm er noch einige Stücke Rinde und verschwand dann im Unterholz, um über den Biberstau zu klettern. Über den Schiffgraben kann er nun die Leine erreichen.

Auf meinem Rückgang zum Parkplatz kam ich auch am ersten Fressplatz vorbei. Weil nur ein Biber die Leine als Ziel hatte, lauschte ich noch ein wenig. Wie ich vermutete, war der zweite zuvor gesichtete Biber am ersten Fressplatz verblieben.
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Uwe Roßberg aus Garbsen | 14.06.2017 | 13:18  
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