Anzeige

Blütentraum im Alten Land - Kneippianer auf Schusters Rappen unterwegs

Kneipp-Verein Wunstorf in Buxtehude: Der Hund, der mit dem Schwanz bellt.
Die Sportwanderer des Kneipp-Vereins Wunstorf stiefelten von Buxtehude 23 km auf Deichwegen, entlang der Este und der Lühe, durch duftig blühende Obstbaumplantagen über Jork und Neuenkirchen nach Horneburg. Dass die Hunde in Buxtehude mit dem Schwanz bellen sollen, ist ja bekannt. Nun, einen Hund trafen die Kneippfreunde nicht an, dafür aber eine lustige Skulptur, die diese Redensart erklärt. Es soll sich um den niederländischen Ausspruch "Die Hunten bellen" handeln, was übersetzt "Die Glocken läuten" bedeutet. Es waren holländische Siedler, die das Land zwischen Elbstrom und Nordsee bereits im 12. Jahrhundert urbar gemacht haben. Sie entwässerten die moorige Gegend, bauten Schutzdeiche und verteilten den fruchtbaren Boden untereinander. Das gewonnene Land nannten sie "Altes Land", das noch nicht erarbeitete war das neue Land. Bereits im 14. Jahrhundert verkauften Bauern und Fischer Obst als Nebenverdienst. Heute ist es das größte Obstanbaugebiet in Deutschland. Stattliche Fachwerkhäuser und Prunkpforten, die den Hofeingang zu großen Bauernhöfen bilden, zeigen Wohlstand. Über Jahrhunderte entwickelte sich ein einzigartiger künstlerischer Baustil. Beeindruckend sind die geschnitzten bunten Brauttüren der Altenländer Häuser. Man öffnet sie, wenn der Bräutigam die Braut über die Schwelle hebt und im Todesfall, wenn ein Familienmitglied zur letzten Ruhe getragen wird. Auffallend sind die hübschen kleinen Kirchen. Die Türme stehen neben den Kirchen, da der Grund die Last der Türme sonst nicht tragen würde.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.