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Wandern rund um die Rehburger Berge

Kloster Loccum, Innenhof
Der Rundweg der Sportwandergruppe des Kneipp-Vereins startete im idyllischen Winzlar und ging über Loccum zurück. Viele kutlurhistorische Stätte liegen bei dieser Tour am Wegesrand. Zunächst ging es den Haarberg hinauf. Auf dem kleinen Hügel befand sich bis zu der Zerstörung um 1500 n. Chr. der Stammsitz der Freiherrn von Münchhausen. Der Ort ist mit Bedacht gewählt, der Blick in die weite Landschaft ist wunderschön und übersichtlich. Hinter Rehburg stiefelten die Wanderer den Loccumer Berg hoch. Nicht zu übersehen sind die Reste der Stiftsanlage Asbeke. Der geschäftstüchtige und pfiffige Erzbischof Adalbert von Hamburg-Bremen gründete im 11. Jahrhundert dort ein Klosterstift, um die Steinbrüche in den Rehburger Bergen zu kontrollieren, die den Bau des Bremer Doms mit Material belieferten. Viel Zeit nahmen sich die Kneippianer, um die mittelalterliche Klosteranlage Loccum anzuschauen. Zisterzienser Mönche gründeten das Kloster 1163 n. Chr. Die schlichte Kirche ist im spätromanischen Stil des 13. Jahrhunderts erbaut. Die Mönche damals wollten als Protest gegen den Prunk in der Kirche, in Armut, allein von ihrer Hände Arbeit leben. So liegt die Wirkung des Bauwerks in den sparsamen, harmoischen Formen. Innenraum und Turm sind zur Zeit eingerüstet und werden saniert. Die Klosteranlage strahlt eine wohltuende Ruhe aus und lädt zum Verweilen ein. Heute ist das Kloster ein Predigerseminar und ein Tagesort der Ev. Landeskirche. Südlich der Klostermauern führt ein Pfad durch den Klosterforst mit seinen Fischteichen zu der Luccaburg. Nur eine Ringmauer ist von der Mittelalterlichen Hügelburg erhalten. Der abwechselungsreiche Wanderweg führt weiter durch Laubmischwälder, Wiesen und Felder. Kurz vor Münchehagen steigt die Straße leicht zur Schwarzen Brücke an. Wuchernde Vegetation lässt nur noch erahnen, dass unter dieser Brücke einst die Steinhuder Meerbahn von Wunstorf bis Uchte stampfte. Eine gesellige Einkehr ließ die Wanderer alle Strapazen der 24 km langen Fußreise vergessen.
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