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Kneippwandergruppe erkundet Insel Wilhelmstein

Kneipp-Wanderer: Mit dem Auswanderer "Rieke" zur Insel Wilhelmstein
Auf Schusters Rappen und mit dem Auswanderer "Rieke" gelangten die Wanderlustigen auf den Wilhelmstein. Am Ufer fiel die Kunstaktion in Glashäusern auf. Die "Durchblicke" wurden eifrig diskutiert. Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe fürchtete eine Bedrohung seines kleinen Reiches durch Hessen-Kassel. So entstand seine Idee von einer uneinnehmbaren Festungsanlage im Steinhuder Meer. Der Grundstein wurde 1761 im Meer versenkt. In den folgenden fünf Jahren wurde die Hauptinsel in harter Arbeit aufgeschüttet. Um die riesigen Mengen an Baumaterial zu transportieren, wurde der Hagenburger Kanal gebaut. Nachdem auch die Festung fertig gestellt war, eröffnete Graf Wilhelm im Jahr 1767 eine "Praktische Artillerie-, Genie- und Militärschule mit Observatorium". Der spätere Reformer des preußischen Heeres, Gerhard Scharnhorst aus Bordenau, erlernte heir sein militärisches Handwerk. Wunderlich war für die Kneippianer der Bau des ersten U-Bootes auf der Insel. Welch fortschrittlicher und kühner Geist damals an der Schule wehte, zeigt diese Erfindung des "Steinhuder Hechtes". Geplant wurde das Tauchboot in Form eines Fisches. Der "Hecht" sollte handbetrieben, mit 40 Mann Besatzung und einer Kananone an Bord, Tauchfahrten unternehmen. Nach mancherlei Überlegungen wurde 1771 ein Prototyp für 8 Mann Besatzung gebaut. Angeblich soll bei einer Probefahrt das Gefährt 12 Minuten unter Wasser gewesen sein. Beweise fehlen. Wie es sich in den feuchten, kargen Räumen der Festung in jener Zeit leben ließ, konnten sich die Kneippwanderer gut vorstellen und waren froh wieder im Sonnenschein zu sein.
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