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Kneippianer auf Wanderschaft im Calenbergerland

Die Kneipp-Wanderer vor dem Eingang des Steinbrinkstollen, Bergmannsweg Altenhagen bis Osterwald
Der idyllische Weiler Salzburg liegt am Höhenzug Osterwald im Leinebergland. Vor 279 Jahren ließen sich hier evangelische Glaubensflüchtlinge aus der Gegend von Salzburg und Berchtesgaden nieder. Zur Erinnerung an ihre Heimat gaben sie der Siedlung den Namen Salzburg. Doch bevor die Wanderer des Kneipp-Vereins hier in der Gaststätte zur Stärkung einkehrten, stiefelten sie von Bad Münder bergauf, bergab auf dem Bergmannsweg. Dieser historische Weg verband die Dörfer Altenhagen bis zur Ortschaft Osterwald mit den Steinkohle-Bergbaugebieten am Osterwald und Nesselberg. Der Bergbau sorgte vier Jahrhunderte für Arbeit. Auf dem Waldweg sind die Bergleute aber auch Töpfer und Handelsreisende mit ihren Kiepen voller Waren viele tausendmal geschritten und haben bis heute sichtbare Spuren im weichen Boden hinterlassen. Die Bergleute waren arm, mehr als 10 Stunden schufteten sie täglich unter Tage. Dazu kam noch der Weg auch bei widrigstem Wetter zur Arbeit. Meist rugen sie Holzschuhe, wobei die Füße mit Stoffbahnen umwickelt waren. Damit die Familienväter die harte Arbeit bewerkstelligen konnten, brachten die Fraunen oder Kinder ihnen im Henkelmann eine warme Mahlzeit. Der Kohlebergbau wurde Mitte der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts eingestellt. Doch in den Notjahren nach dem Zweiten Weltkrieg baute man bis 1950 wieder Kohle ab. Die 17 km lange Tour endete für die Kneippianer in Coppenbrügge.
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