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Ith lockte Berg- und Talwanderer des Kneipp-Vereins

Ith, Lerchenspornteppich
Betrachtet man den Ith von oben, sieht er wie ein Krückstock aus. Er ist 22 km lang und Norddeutschlands längster Klippenzug. Die Kneippianer stiegen aus Richtung Coppenbrügge auf. Das verlangte erstmal etwas Puste. Der kurze Anstieg zum Ithkamm ist recht steil. Der Frühling ist wohl die schönste Jahreszeit, den Kamm entlang zu wandern. Unter Buchenwald haben Anemonen und Lerchensporn einen dichten Blütenteppich gewebt. Noch sind die Bäume unbelaubt und lassen einen weiten Blick ins Land zu. Am Wegesrand fielen die Felsinformationen "Adam und Eva" den Wanderern besonders auf. Die riesigen Kopfgestalten sollen einst heidnisch verehrt worden sein. Weiter ging es zum Lauensteiner Kopf, mit 439 m die höchste Anhebung. Dort steht der 1912 errichtete Ithturm. Hier gab es erstmal die verdiente Verschnaufpause. Der Vorgänger des Aussichtsturms diente früher als Signalmast der Telegrafenstrecke nach Berlin. Wer die Stufen zur Plattform erklimmt, wird mit einer Sicht auf Bisperode und dem dicht bewaldeten Ith belohnt. Die Wanderer stiefelten weiter durch Lauenstein und dem beschaulichen Marienau zum Bahnhof Voldagsen. In Marienau blieb noch Zeit das kleine Kloster zu besuchen. Hier betreuten bis zur Einführung der Reformation Karmelitermönche Wallfahrer zu einem wundertätigen Marienbild.
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