Hausnotrufprofi der ersten Stunde - Seit 35 Jahren Johanniter: Gerd Rauhut schloss erste Notrufgeräte an

Herzlich gratulieren Regionalvorstand Uwe Beyes (links) und Fachbereichsleiter Vertrieb Mirko Dudek (rechts) Hausnotrufprofi Gerd Rauhut zu 35 Jahren Verbandszugehörigkeit. | Foto: Johanniter/ Antje Heilmann & Lutz Krüske
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  • Herzlich gratulieren Regionalvorstand Uwe Beyes (links) und Fachbereichsleiter Vertrieb Mirko Dudek (rechts) Hausnotrufprofi Gerd Rauhut zu 35 Jahren Verbandszugehörigkeit.
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Gerd Rauhut ist ein Visionär: Vor 35 Jahren wechselte er von den Johannitern aus Berlin nach Hannover und schloss schon bald darauf als Erster für die Johanniter im Regionalverband Niedersachsen Mitte Geräte des Johanniter-Hausnotrufs an. „Von dem damals ganz neuen System war ich sofort überzeugt. Sicherheit für zuhause – als Rettungsassistent hatte ich genug erlebt, um zu wissen: Der Bedarf ist da“, sagt Gerd Rauhut. „Als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könne, den Hausnotruf bekannt zu machen, hatte ich sofort viele Ideen und sagte zu.“ Heute vertrauen im Regionalverband Niedersachsen Mitte mehr als 8000 Menschen dem inzwischen etablierten System der Johanniter. Der Beratungsbedarf ist gewachsen. Im Ortsverband Wunstorf-Steinhuder- Meer ist deshalb heute Thorsten Weitze Ansprechpartner für alle Interessierten.

Der Anfang war mühsam: In seinen Pausen während der Schichten im Krankentransport und nach Feierabend hat Gerd Rauhut Hausnotrufgeräte Mitte der 80er Jahre vorgestellt und dabei in Vorträgen, Seniorenkreisen und Einzelgesprächen viel Überzeugungsarbeit geleistet. Im Gegensatz zu heute kannte damals niemand das praktische Notrufsystem für zuhause. „Das hat sich zum Glück geändert“, sagt der Hausnotrufprofi. Gern erzählt er die Geschichte einer seiner ersten Kundinnen. Die alte Dame berichtete ihm im Krankentransportwagen auf dem Rückweg von der Klink davon, dass sie zwei- bis dreimal in der Woche stürze. Deshalb sei sie auch dieses Mal in Behandlung gewesen. Kurzerhand installierte Gerd Rauhut den Hausnotruf. „Vier Wochen lang zum Testen – denn sie war nicht überzeugt“, sagt er und lächelt bei der Erinnerung. Keine drei Wochen habe es gedauert, da rief die Dame ihn wieder an. „Sie sagte, sie stürze nicht mehr so oft. Dass das Gerät da sei, gebe ihr Sicherheit. Und falls sie doch zu Fall käme, wisse sie ja, dass die Johanniter sofort zur Stelle seien und sie auf keinen Fall unbemerkt und ohne Aussicht auf Hilfe am Boden ihrer Wohnung läge.“

Wie viele Geräte Gerd Rauhut in den vergangenen Jahrzehnten angeschlossen hat, weiß er nicht. „Viele“, sagt er. „Sehr viele.“ Zu Beginn seiner Beratungstätigkeit hat Gerd Rauhut ganz Niedersachsen bereist. „Ich bin etliche Kilometer gefahren, manchmal an einem Tag von Hoya nach Hameln und wieder nach Langenhagen oder Wunstorf – so wie es für die Kunden und mich möglich war.“ Heute ist das Gebiet aufgeteilt. „Das ist auch gut so“, findet Gerd Rauhut. „Wir brauchen mehr Zeit, um die Menschen zu beraten.“ Den Einzelnen in den Mittelpunkt zu stellen, zu schauen, was er braucht – das ist ihm wichtig. Deshalb nimmt er sich für Gespräche Zeit, um auch Wohnraumberatung anzubieten, auf Gefahrenquellen aufmerksam zu machen und nicht nur über den Hausnotruf, sondern auch über andere Möglichkeiten wie Pflege oder Menüservice zu beraten. „Das Beste an meinem Beruf ist, dass ich ständig neue Menschen kennen lerne – und gleichzeitig über die Jahre ein fester Kreis gewachsen ist, mit dem man sich ständig austauscht“, sagt Gerd Rauhut. Bereut hat er den Schritt aus dem Rettungsdienst zur Beratung im Hausnotruf nie.

Auch jetzt ist Gerd Rauhut viel unterwegs. „Die Johanniter klären bundesweit im Rahmen der Sicherheitswochen über das sichere Wohnen im Alter auf“, erzählt er. Dazu gehöre, dass Kunden vier Wochen lang kostenlos den Hausnotruf testen können. Die Nachfrage sei mehr als doppelt zu hoch wie zu normalen Zeiten. Zwar enden die Sicherheitswochen am 31. Oktober, doch auch danach wird Gerd Rauhut und seine Kollegen zahlreiche Geräte anschließen. „Wer sich bis Ende Oktober gemeldet hat, bekommt das Testangebot auch, wenn die Sicherheitswochen schon geendet sind“, sagt er.

Die Begeisterung, mit der Gerd Rauhut über den Johanniter-Hausnotruf spricht, ist ansteckend. Vielleicht ist sie der Grund, warum inzwischen auch seine Frau Irja im Regionalverband Südniedersachsen als Beraterin für den Johanniter-Hausnotruf tätig ist. „Manchmal sind wir am Wochenende auch gemeinsam unterwegs“, verrät er. Das sei ein bisschen wie in den Anfangszeiten. Denn von Berlin nach Hannover kam er – der Liebe wegen. „Wir haben uns damals im Bevölkerungsschutz engagiert und zusammen eine Verpflegungseinheit geführt“, sagt Gerd Rauhut, der einst Konditor und Bäcker lernte, bevor er im November 1980 Rettungssanitäter und vier Jahre später Rettungsassistent wurde. Eine gute Zeit sei das gewesen. Heute gilt sein Augenmerk allein dem Johanniter-Hausnotruf. „Ich habe dazu noch viele Ideen“, sagt er. „Natürlich mache ich mir Gedanken darüber, wie wir uns weiter entwickeln können – im Sinne der Menschen, die Hilfe brauchen.“ Sicherheit für zuhause spiele eine immer größere Rolle – und das Hausnotrufgerät sei dafür ideal. Etwa mit der Möglichkeit, einen Rauchmelder anzuschließen. Ans Aufhören denkt er also auch nach 35 Jahren nicht. „Den Hausnotruf werde ich auch in Zukunft gern Menschen vorstellen.“

Weitere Informationen zu den „Sicherheitswochen“ der Johanniter und Beratungstermine zum Hausnotruf unter 0800 3233 800 (gebührenfrei) oder im Internet www.johanniter.de/hausnotruf.

Herzlich gratulieren Regionalvorstand Uwe Beyes (links) und Fachbereichsleiter Vertrieb Mirko Dudek (rechts) Hausnotrufprofi Gerd Rauhut zu 35 Jahren Verbandszugehörigkeit. | Foto: Johanniter/ Antje Heilmann & Lutz Krüske
Hausnotrufexperte der ersten Stunde: Seit 35 Jahren berät Johanniter Gerd Rauhut Menschen über Möglichkeiten zur Unterstützung im Alltag. | Foto: Johanniter/ Antje Heilmann & Lutz Krüske
Bürgerreporter:in:

Timo Brüning aus Wunstorf

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