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Entdeckungstour bei Rauhreif und Wintersonne

Ungefähr auf dieser Höhe befand sich das Haster Bad
Die forschen Sportwanderer des Kneipp-Vereins nehmen sich Zeit für Sehenswertes am Wegesrand. So auch auf der 25 km langen Tour rund um Wunstorf. Für die auswärtigen Teilnehmer war der Stopp in Idensen an der Grabeskirche des Bischofs Sigward von Minden besonders interessant. Das kleine Gewässerbiotop bei Wilhelmsdorf lud zur Rast ein. Es entstand in den 90-er Jahren bei der Verbreiterung des Mittellandkanals. Weiter ging es auf dem Schwarzen Weg Richtung Haste. Dieser endet heute vor den Wilhelmsdorfer Fischteichen und war bis 1910 eine viel genutzte Verbindung zwischen Idensen und Haste. Der Bau des Mittellandkanals erforderte eine andere Linienführung. Es kam zu zahlreichen Protesten und massiven Einsprüchen. So wehrte sich auch der damalige Idenser Pastor Bölsing. Als Gründe führte er an, ein ein Kilometer längerer Weg sei für ältere und schwächere Bürger nicht zumutbar. Auch zerstöre der Kanal "eine der landschaftlich schönsten Wege zu Zielen in Nordschaumburg". Er befürchtete, das wichtige Depeschen von der Bahn- und Poststation Haste zu spät in Idensen ankommen könnten. Doch alle Einsprüche wurden zurückgewiesen. Lediglich die Steigungen der Anfahrrampen zu den Brücken wurden abgeflacht, weil die Ackerwagen der Landwirte in der flachen Landschaft keine Bremsvorrichtungen hatten. Einige Kneippianer erinnerten sich noch an die kleine Haster Badeanstalt hinter der Kanalböschung. Sie wurde von den Bürgern in Gemeinschaftsarbeit errichtet und hatte für Schwimmer einen Zugang zum Kanal. Das Bad musste der Kanalverbreiterung weichen. Die Wanderer Roos und Stucke geben gern unter 13475 und 912623 Auskunft über die Wandergruppe.
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