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CARAVAN CLUB LEINE WESER in Polen

Die Gruppe mit neuen Schirmen in den Farben der Flagge von Polen
Den Caravan.Club Leine-Weser e.V. im ADAC führte die diesjährige Auslandsfahrt zu unseren Nachbarn nach Polen. Das Sommerwetter lies etwas zu wünschen übrig, aber dennoch war es eine sehr interessante Reise, die uns immer wieder auf die deutsche Vergangenheit führte.

Der Start war in der mittelalterlichen Stadt Thorn, die auch als Wirkungsstätte von Kopernikus gilt „Die Erde ist keine Scheibe“. Der Stadtkern wurde durch keine Kriege zerstört und somit ist die Altstadt noch komplett aus dem Mittelalter erhalten und nach 1992 restauriert. Thorn gilt auch als Zentrum der Lebkuchenherstellung, was wir uns in einem Museum mit handwerklichem Geschick erarbeitet haben.

Die nächste Station war dann Nikolaiken, die masurische Hauptstadt an der Seenplatte gelegen. Eine Bootstour hat uns die schöne Natur näher gebracht. Bei einer Tagestour hatten wir Gelegenheit Heilige Linde zu besichtigen. Alle Teilnehmer waren von den beweglichen Figuren auf der Orgel, die wir während eines Orgelkonzertes bestaunen konnten, sehr angetan. Die dunkle Seite der deutschen Geschichte führte uns auch zur Wolfsschanze, dem Hautquartier von Hitler, wo auch das missglückte Attentat von Stauffenberg verübt wurde. Hitler`s Bunker hat bei einer Abmessung von 30x30x20 m nur zwei kleine Räume von ca. 4 qm. Es ist schon erstaunlich wie viel Beton man verbauen kann. Diese Hinterlassenschaft ist wirklich für die Ewigkeit, denn 30 t Sprengstoff konnten den Gebäuden nichts anhaben.

Von Elbing aus haben wir Danzig besucht und konnten die gut restaurierte Altstadt sowie auch die Hansehäuser bestaunen. Bernstein gab es an jeder Ecke. Am Folgetag unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem Oberländer Kanal, hier werden die Schiffe auf „Heuwagen“ den Berg hinauf gezogen. Die deutsche Ingenieurskunst von 1860 funktioniert noch immer hervorragend und die Schiffe werden durch Wasserkraft gezogen. Durch die 5 Stufen konnten 32 Schleusen eingespart werden und der Transportweg von mehreren Wochen auf einen Tag reduziert werden. Heute sind Touristen das Ladegut.

Ein weiterer Zeitzeuge aus dem Mittelalter ist die Marienburg, größte Backsteinfestung der Welt. Hier war der Hauptsitz der deutschen Ordensritter, die im 13ten Jahrhundert, die Christianisierung der „Pruzen“ betrieben haben. Der Ritterorden wurde von den Reiseführern immer wieder positiv und wichtig für die Entwicklung hervorgehoben.

Die weiteren Stationen waren die große Wanderdüne bei Leba sowie die Kurstadt Kolberg, nach einer dreiwöchigen Rundreise und sehr viel positiven Erlebnisse wurden die Teilnehmer von Albert Deppe verabschiedet und traten ihre Heimreise oder Weiterfahrt zu anderen Zielen an.
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