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Wunstorfer THW hilft bei Hochwasser an der Elbe

Sandsackfüllstation bei Lüneburg
Nachdem die starken Regenfälle Ende Mai bereits zu einem großen Pumpeinsatz des Technischen Hilfwerks (THW) rund um Sarstedt geführt haben, führte die Hochwasserkatastrophe im Süden und Osten Deutschlands auch zu Höchstwerten an der Elbe. Am 4. und 5. Juni lösten die beiden Landkreise Lüchow-Dannenberg und Lüneburg im Osten Niedersachsens Katastrophenalarm aus. Seit dem 5. Juni befinden sich ehrenamtliche THW-Helfer aus Wunstorf in den betroffenen Gebieten im Einsatz und leisten einen wichtigen Beitrag bei der Bewältigung dieser Flut, welche die Werte des Jahrhunderthochwassers von 2002 noch übertreffen wird.

Schon zu Beginn des Katastrophenalarms, am Mittwochmittag, forderte der THW-Landesverband Bremen, Niedersachsen aus Wunstorf den Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit an, um im Landkreis Lüchow-Dannenberg bei der Technischen Einsatzleitung ein THW-Media Team aufzubauen und mit weiteren THW-Kameraden aus Niedersachsen und Bremen aus den betroffenen Gebieten zu berichten und den Einsatz der etwa 500 THW-Einsatzkräfte zu dokumentieren.

In der folgenden Nacht wurde auch die Wunstorfer Fachgruppe Beleuchtung alarmiert, um im Landkreis Lüneburg Einsatzstellen auszuleuchten. Nach einem zweitägigen Einsatz bei Bleckede, in dem Deicharbeiten und Sandsackfüllstellen mit Lichtmastanhänger, Scheinwerfern und Powermoons beleuchtet wurden, konnten die THW-Helfer wieder ins heimische Wunstorf einrücken. Dort wurden Sie vom THW-Landesbeauftragten für Bremen und Niedersachsen, Ralph Dunger, empfangen. Dieser dankte Ihnen für Ihren schnellen Einsatz und sagte, mit Blick auf die kommende Woche, weitere Einsätze vorher.

Im Laufe des Samstages zeichnete sich ab, dass die Prognosewerte der Elbe doch um einiges höher ausfallen werden, als man noch vor einigen Tagen annahm. Mit dem Erreichen des Hochwasserscheitels wurde besonders Magdeburg, aber auch Wittenberge in Brandenburg, betroffen. So wurde gegen Mittag die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen mit umfangreichen Großpumpen in Marsch gesetzt und konnten schon gegen Mitternacht mit dem Pumpeinsatz beginnen. Um eine Überschwemmung der Wittenberger Innenstadt zu verhindern, muss dort ein großer, unterkellerter Industriekomplex ausgepumpt werden. Gegen Abend wurde auch die Fachgruppe Beleuchtung erneut zu einem Einsatz im Landkreis Lüneburg gerufen, nachdem dort in der Zwischenzeit die Deichverteidigungsmaßnahmen und Sandsackproduktion wieder voll aufgenommen werden mussten.

Weiterhin wurde der Zugtrupp, das Führungsorgan der Wunstorfer THW-Einsatzkräfte beauftragt, am Sonntag einen Verband aus verschiedenen THW-Einsatzkräften aus der Region Hannover in den Landkreis Lüchow-Dannenberg zu führen, um dort aktiv bei weiteren Hochwasserschutzmaßnahmen eingesetzt zu werden.

Der THW-Ortsverband Wunstorf ist mit knapp 25 Einsatzkräften an dem Hochwassereinsatz entlang der Elbe beteiligt und wird auch weiter in den kommenden Tagen mithelfen, die Bevölkerung vor dem historischen Hochwasser zu schützen.
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