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Heimreise aus Westmecklenburg – (B) Land der Windmühlen

Gemeindewappen Dorf Banzkow (Foto: https://www.gemeinde-banzkow.de/index.php/die-gemeinde/gemeindewappen.html)
 
Holländermühle im Dorf Banzkow
Wittenburg: Wittenburger Erdholländer-Windmühle | Ganz kurze Bemerkung an dieser Stelle zu unserem romantischen Hotel:

Holländermühle im Dorf Banzkow

Im Dorf Banzkow hatte es seit seinem Bestehen mehrere Mühlen gegeben. Die reetdachgedeckte "Lewitz Mühle" von 1874 auf dem Berg in Richtung Hasenhäge, ist die einzige, die es heute noch in Banzkow gibt. Sie wurde in den letzten Jahren liebevoll restauriert. Aber funktionstüchtig ist sie leider nicht mehr.
In der Speisekarte des Mühlen Restaurants erfahren Sie etwas über die Geschichte der Lewitz Mühle (siehe Fotos).

Schon kurze Zeit später tauchte in Wittenburg eine andere Mühle auf und ich hielt spontan an.

Die Wittenburger Erdholländer-Windmühle

wurde 1890 aus Schwerin nach Wittenburg umgesetzt. 1946/1947 wurde sie wieder instand gesetzt und konnte 1947 den Betrieb mit Windkraft erneut aufnehmen. 1971 wurde dann der Mühlenbetrieb eingestellt.
1971 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt. Ein Kreistagsbeschluß zur Erhaltung der Mühle, die Bildung der Arbeitsgruppe Mühlenmuseum 1977 und der Ankauf der Mühle durch den Kreis von ihrem letzten Besitzer sicherten ihren Erhalt. 1979 konnte das Mühlenmuseum der Stadt Wittenburg mit der sanierten Mühle als erstem Objekt des Museums eröffnet werden.

Erneute Rekonstruktionsarbeiten begannen 1996. Am 20.6.2001 erhielt die über 100jährige Mühle wieder ihren Kopf. Holzteile und die Windrose waren erneuert worden. Auch die Flügel wurden wieder angebaut.
Die sanierte Windmühle ist:
• 15 m hoch
• Durchmesser der Windrose beträgt 3,80 m, der
• Durchmesser des Flügelkreuzes 22,30 m, das
• Gewicht des Flügelkreuzes 5 t und das
• Gewicht des Mühlenkopfes 25 t.
Möglich sind 12-14 Umdrehungen pro Minute. Auf dem Mühlenkopf befinden sich 5000 Schindeln, auf dem Rumpf sogar 18000. Optimal würde die Mühle bei Windstärke 3 bis 5 arbeiten.
Grundlegend restauriert präsentiert sich die Erdholländermühle seit Ende 2014.
Quelle: muehlenverein-mv.de/Wittenburger-Muehle

Auf dem Gelände befindet sichauch ein rustikales Restaurant mit allerlei typischen Mecklenburger und saisonalen Speisen in einem Niederdeutschen Hallenhaus von 1874, doch das war nicht der Grund meines Stopps.
In diesem im ehemaligen Forst- und Agrarmuseum soll man noch heute viele alte Schätze aus vergangen Tagen entdecken können, doch es war geschlossen.
Dafür standen auf einer Freifläche allerhand alte landwirtschaftliche Maschinen.

Während ich mich trotz der Morgenkühle 9 Uhr interessiert umschaute (meiner Frau war es zu kalt und sie blieb im Auto sitzen), wurde ich von einem Mitarbeiter des „Förderkreis Mühle Wittenburg e.V“ angesprochen. Von ihm erfuhr ich noch viele interessante Dinge.
Für die im Freien aufgestellten Gerätschaften wir dringend eine Überdachung benötigt, um sie vor Regen und Schnee zu schützen.
Später öffnete der Herr sogar noch extra für mich die Mühle, die wieder voll funktionsfähig ist. Auch dreht sich der Mühlenkopf selbstständige in die richtige Windrichtung. Wegen dem damit verbundenen enormen Reinigungsaufwand wir aber kein Getreide mehr geschrotet, sondern wird ihre Funktion beispielsweise zum Mühlentag im Trockenlauf vorgeführt.
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5 Kommentare
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Norbert Höfs aus Schwerin | 25.11.2017 | 09:52  
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf | 25.11.2017 | 10:51  
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Norbert Höfs aus Schwerin | 25.11.2017 | 11:17  
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Dieter Goldmann aus Seelze | 25.11.2017 | 14:04  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 27.11.2017 | 03:47  
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