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Stadtspaziergang durch Wittenberge/Prignitz ⑱

Der weithin sichtbare SINGER-Uhrenturm im Wittenberge
 
Romantische Löckwitz bei Lenzen/Elbe
Wittenberge: SINGER-Uhrenturm | 14.05.2019 8:45 Uhr
Für unsere Heimreise wählte ich natürlich nicht die schnellste oder kürzeste Strecke.
Etwas Neues muss her.

Als nordwestlichste Reiseregion des Reiselandes Brandenburg befindet sich die Prignitz im Dreiländereck. Die Region grenzt direkt an die Länder Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.
Wie wunderschön war es anfangst wieder fast nur über Feldwege auf kürzestem Weg zu meinem ersten Ziel zu fahren, nach Lenzen (Elbe) mit  BUND-Besucherzentrum Burg Lenzen. Natürlich früh 8:45 Uhr leider noch alles geschlossen.
Traumhaft wenigstens der Blick auf die Löcknitz – garantiert ein Paradies für Wasser-wanderer.

Nächster Halt war Wittenberge beim tollen alten Rathaus mit helmförmige Kuppel des Rathausturmes. Ein phantastisches Gebäude, obwohl es erst von Mai 1912 bis Juni 1914 errichtet wurde.
Auch wenn ich eine Plan hatte, besorgte ich mir für meine weitere Runde beim Verkehrsamt einen sehr hilfreichen Stadtspaziergangsplan.
Erstes Ziel .

SINGER-Uhrenturm

Der Uhrenturm wurde 1928/29 als Wasserturm zur Versorgung des SINGER-Nähmaschinenwerkes erbaut und ist heute ein Wahrzeichen der Stadt.
Noch immer ist der Uhrenturm die größte freistehende Turmuhr auf dem europäischen Festland.
Das originale Mutter-Uhrwerk ist allerdings nicht mehr vorhanden. Die Uhr wird über Funk vom physikalischen Institut Braunschweig gesteuert.

Im Turm kann man eine Ausstellung über die Nähmaschinenproduktion und das Leben und Arbeiten der Betriebsangehörigen im Werk ansehen. Es werden dort originale Näh-, Strick- und Bügelmaschinen präsentiert. In der oberen Etage informiert eine Sonderausstellung über Isaak Merritt Singer und die SINGER AG.

Zuerst kletterten wir die 192 Stufen auf den 49,40 m hohen Turm bis zu Aussichtsplattform hoch.
Die Besichtigung der sieben Ausstellungsetagen war hochinteressant und gleichzeitig betrüblich. Erin-nerte sie uns doch an den vergleichbaren Niedergang unseres Chemiestandortes Bitterfeld mit ca. 30.00 Beschäftigten nach 1990.

Obwohl das Nähmaschinenwerk weltweit führend war und 1990 noch tolle Exportzahlen hatte, wurde es als ungeliebte Konkurrenz einfach plattgemacht...
Wie sich die Bilder gleichen.
Inzwischen ist das ehemalige Nähmaschinenwerk VERITAS / Singer Werke in einen Gewerbepark umgewandelt wurden. Auf einem Gelände siedelten sich über die Jahre mehr als 60 Unternehmen an.

Eigentlich hätten wir uns für diese Ausstellung noch mehr Zeit nehmen sollen, hätte es uns nicht nach Hause in unseren Garten gezogen.

Im Schnelldurchgang also vorbei an weiteren für die Stadt bedeutsamen Punkten, wie der:

ehemalige alte Märkische  Ölmühle

Die Märkische Ölmühle an der Elbe zu Wittenberge ist ein Baudenkmal. Der Gebäude-komplex aus Verwaltungsbau, Mühlengrundkörper, Werkhallen und Speicher wurde Mitte des 19. Jahrhunderts zur Herstellung von Rohöl errichtet.
Heute beherbergt der Gebäudekomplex ein 5*Hotel “ Zur Alten Ölmühle“, ein Restaurant und eine Brauerei ein. In zwei miteinander verbundenen achteckigen baulich-sanierten Türmen auf dem Gelände der Ölmühle bietet die Betreibergesellschaft des Hotels zudem Indoor-Klettermöglichkeiten an.
Unser Weg führte uns weiter zum alten Hafen und der Skulpturengruppe "Zeitreise".
Zurück in die Altstadt schlenderten wir noch an der evangelischen Stadtkirche und am Steintor, dem ältesten Gebäude der Stadt, vorbei. Vermutlich wurde es als mittelalterliches Tor bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut.
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3 Kommentare
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  e:Due aus Weimar | 10.06.2019 | 09:38  
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Romi Romberg aus Berlin | 10.06.2019 | 20:31  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 11.06.2019 | 06:03  
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