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Windischeschenbach absolviert Leistungsprüfung in der Technischen Hilfeleistung nach neuen Richtlinien - Résumé: Premiere geglückt

Die technische Hilfeleistung (THL) ist mit eines der größten Spektren bei den Aufgaben einer Feuerwehr. Dies bewiesen die Aktiven der Windischeschenbacher Feuerwehr in der vergangenen Woche, als sie ihre Leistungsprüfung absolvierten. Eine Frau und achte Männer übten Abend für Abend die Handgriffe um am Prüfungstag den 3 Schiedsrichtern ihr Können innerhalb einer vorgegebenen Zeit von nur 240 Sekunden unter Beweis zu stellen.


Anders bei dieser Leistungsprüfung waren die seit 2010 geltenden neuen Richtlinien. So waren die vorhergehenden Abnahmen nicht falsch, aber durch ihr knapp bemessenes Zeitkontingent eine regelrechte Materialschlacht. Durch die Erweiterung von 180 Sekunden auf vier Minuten können Trupps mit mehr Sorgfalt und effizienter arbeiten. Zudem ist der Aufbau mehr an die Realität angelehnt. Patientenbetreuung und Qualitätsmanagement stehen an vorderster Stelle. Hinzu gekommen sind auch Zusatzaufgaben, in denen die Trupps verschiedene Geräte der THL vorführen, erklären und Einsatzzweck beschreiben müssen.

Die Feuerwehrfrauen und Männer übten bis in die späten Abendstunden um ihre Prüfung Fehlerlos zu erfüllen. Dieses gelang allen mit Bravur. Die Schiedsrichter stellten Kreisbrandmeister Ulrich Kraus aus Neustadt, Kreisbrandmeister Karlheinz Budnick aus Bernstein und Schiedsrichter Reinhard Fröhlich von Gleißenthal. Abgelegt wurde THL-Prüfung in verschiedenen Stufen von Bronze bis Gold, wobei es nach der Goldabnahme weitere 3 zusätzliche Stufen gibt. Im Einzelnen legte das Abzeichen für Bronze Sebastian Plödt ab. Silber absolvierte Matthias Höning und Michael Schade. Das Leistungsabzeichen in Gold bestand Andreas Forster und Thomas Gassner. Nächsthöhere Goldstufe, Gold-Blau, legte Barbara Weidner ab. Vorletzte Leistungsstufe Gold-Grün bekam Christian Münchmeier. Die höchste und letzte Stufe der Prüfung, Gold-Rot, absolvierte Jürgen Härtl und André Stessmann.

Feuerschutzreferent und dritter Bürgermeister Markus Weidner übernahm für die Gruppe die Ausbildung. Sein Résumé: „Die Premiere der Leistungsprüfung mit neuen Richtlinien ist geglückt.“ Er lobte seine Truppe, die in jeder Kombination einwandfrei zusammenarbeitete.

Kreisbrandmeister Ulrich Kraus gefiel die neue Leistungsprüfung, da sie viel mehr Realitätsorientiert ist. Mit den Truppaufgaben müssen die Floriansjünger beweisen, dass nicht nur Spreitzer und Schneidgerät, sondern ein viel größeres Pensum an Geräten zur THL gehören. Besonders hob Kraus Andreas Forster hervor, der als sehr junger Feuerwehrmann die Gruppe führte. „Er hat ein gutes Bild abgegeben und das hat sich auf die Mannschaft übertragen.“ So der Kreisbrandmeister.

Windischeschenbach‘s Kommandant Josef Bauer freute sich über den reibungslosen Ablauf. Motivierend sprach er allen zu, das „Ziel“, die Stufe Gold-Rot im Auge zu behalten. Zudem bedankte Bauer sich bei allen Teilnehmern für die geopferte Zeit und dem regen Interesse. Lobende Worte gingen an den Ausbilder Weidner, der die letzten Wochen bald ein Bett im Feuerwehrhaus aufbauen musste, weil er durch vorhergegangene Lehrgänge mehr im Gerätehaus als zuhause verbracht habe.

Bild/Text Michael Schade
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