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Ein streunender Wulff ...

Es wird stolperig, es wird kratzig, es wird eng für den wilden Wulff aus Hannover, der sich offenbar in das Schloß Bellevue dort im Brandenburgischen, verlaufen hat. Von allen Seiten der Gesellschaft nähern sich ihm lautstark klappernd die Treiber – und fast hinter jedem Strauch sitzt ein Schütze mit dem Gewehr in Anschlag, nur auf den rechten Moment wartend, um den streunenden Wulff niederzustrecken.
Wie lange wird dieses Spielchen wohl noch andauern, bis einer der Jagenden zum sicheren Schuß kommt? Oder sollte der Wulff sich letztendlich noch soviel kreatürlichen Restverstand in seinen Instinkten bewahrt haben, und vorzeitig aus Bellevue fliehen, um sich aus der Schusslinie zu bringen und sich dann außer Reichweite der geladenen Büksen in Sicherheit zu wähnen? Es sind unter den Jägern mit Sicherheit einige, die den Wulff liebend gerne zur Strecke bringen würden, um sich dann aus der haarigen Decke Mützen und Handschuhe kürschnern zu lassen.
Er muss aber unheimlich auf der Hut sein, der Wulff. Die hohe katholische Geistlichkeit hat nämlich den Jägern – wie ehedem den Kreuzrittern, bevor sie gen Osten zogen – mit Kardinal Meisners öffentlichem Rat zum Rücktritt quasi die Kirche in den Rücken gestellt.
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Und das Platt(nieder)deutsche Original:

Dat word striepelich, dat word hoakelich, dat word eng föör de letzde wilge Wulff ut Hannower, de sükk schiens in dat Brannenborgsche, dor in dat Schlött van Bellewü verlopen hett. Van aal Kanten in de Gesellschkupp koamt de Drievers up hüm to – un achter hoast elker Struuk sitt een Scheeter mit sien Püüster in Anschlach, de blods up de rechter Momang luurt, dat he de Wulff ovknipsen kann. Wu laang schall dat Spill woll noch duuren, bit een van de Jachtlüü to Schöät kummt? Ov schull de Wulff upletzd doch noch een spierke Deertenverstand in sien Köäsel sitten hemm’n un vöörtieds ut Bellewü utneien, bevöör dat hüm een bi d’ Nakk foaten deit un ut sien Hoardääken Mütz un Hanschen moakt?
He mutt furs up d’ Kiwi weesen, de Wulff … denn de Joagers hevvt - netso as de Krüüzbroers de in ole Tieden noa Oosten ov in dat hillige Land trukken sünd – ok de Stöän van d’ Kaark in d’ Rürch …su as de Gottskeerl Meisner sien Denken künnichmoakt hett.
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11 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.12.2011 | 15:41  
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Kirsten Steuer aus Pattensen | 21.12.2011 | 15:50  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.12.2011 | 15:51  
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Reinhard Schittek aus Tangerhütte | 21.12.2011 | 18:14  
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Ewald Eden aus Wilhelmshaven | 22.12.2011 | 05:25  
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Wilfried Bauer aus Königsbrunn | 22.12.2011 | 17:14  
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Irene Deseke aus Burgdorf | 03.01.2012 | 20:51  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 04.01.2012 | 00:25  
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Irene Deseke aus Burgdorf | 04.01.2012 | 23:46  
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Hubert Joachim aus Bobingen | 04.01.2012 | 23:47  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 05.01.2012 | 20:49  
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