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Altkatholisch - neue Freude

 

Die (neu gegründete) Altkatholische Kirche in Wilhelmshaven



Die Freude ist zurückgekehrt

Die Freude am Umgang mit Gott, am Dienen mit Gott und für Ihn, für den einen Gott, der in den Augen und im Denken vieler anderer Menschen und Religionen ringsum auf dem Erdball ein jeweils anderes Gesicht hat – und doch der EINE GOTT ist, diese Freude ist in die Gesichter der „Ansgarianer“ zurückgekehrt. Ich weiß nicht, ob sie sich noch so nennen (dürfen), als „Ansgarianer „fühlen“ werden sie sich aber wohl ihr Leben lang. Ganz einfach, weil mit diesem Namen und an das mit diesem Namen benannte Gebäude vieles gute, vielleicht auch zu vieles unschöne Erleben verbunden ist.
Nach den Querelen der vergangenen Jahre mit der hiesigen Abteilungsleitung der römisch katholischen Kirche hat eine Gruppe von Mitgliedern nach reiflicher Überlegung einen Entschluß gefasst und umgesetzt – sie sind innerhalb von Gottes Haus in andere Räumlichkeiten gewechselt, in denen sie künftig frei und auf eine andere Weise agieren können – in denen nicht von weither bestimmt wird, wann man das Licht zu löschen hat, oder gar was jeder Einzelne letztendlich zu denken und zu sagen hat.
Möge die Freude in den Gesichtern und in den Herzen der „Alt“ Ansgarianer und jetzigen neuen „Alt“ Katholen nun für lange Zeit eine ungetrübte Freude sein. Ich wünsche es ihnen von Herzen.

ewaldeden©2013-02-02

Zur Erläuterung meines Beitrages die offizielle Mitteilung der Gemeinde:

Pressemitteilung:

Alt-Katholische Kirche zeigt Flagge in Norddeutschland:

Die neu gegründete Alt-Katholische Gemeinde Wilhelmshaven startet mit einem
Eröffnungsgottesdienst am 16.2.13
Am Samstag, 16.2.13, um 18.00 h, beginnt für die Alt-Katholische Gemeinde
Wilhelmshaven das offizielle Gemeindeleben mit einer feierlichen katholischen Messe.
Wilhelmshaven bietet damit die Möglichkeit zur Praktizierung des alt-katholischen Glaubens
für den gesamten nordwestdeutschen Raum zwischen Weser und Ems. Nach diesem ersten
„Start-up“ wird jeden Samstagabend ein Gottesdienst in der Neuender St. Jakobi-Kirche, in
der die Wilhelmshavener Alt-Katholiken zu Gast sind, stattfinden. Regelmäßige spirituelle
und glaubensorientierte Vorträge und Workshops runden das Gemeindeleben ab.
Bereits in den letzten Wochen und Monaten gab es eine Reihe von vorbereitenden und auch
inhaltlichen Treffen des Organisationsteams der Gemeinde, das aus circa 20 aktiven
Christen sowie weiteren ca. 30 Interessenten besteht. Am 13.1.13 wurden dann die ersten
Wilhelmshavener Alt-Katholiken in die regional zuständige Pfarrgemeinde Hannover
aufgenommen (s. Foto). Bei vielen von ihnen hatte eine intensive Beschäftigung mit den als
zu wenig laienorientiert empfundenen Strukturen ihrer früheren römisch-katholischen Kirche
sowie mit grundsätzlichen Glaubensfragen zu diesem Übertritt geführt. Die
Auseinandersetzung um die Schließung von sechs römisch-katholischen Kirchen in
Wilhelmshaven hatte diese früher römisch-katholischen Christen besonders betrübt.
Schließlich konnten sie nur katholisch bleiben, indem sie alt-katholisch wurden. Doch
fanden auch solche, die bereits länger aus der Kirche ausgetreten waren, im Alt-
Katholizismus wieder eine religiöse und spirituelle Heimat.
Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland, zu dem nun auch die neue
Wilhelmshavener Gemeinde gehört, gründete sich in Deutschland als Folge des Ersten
Vatikanischen Konzils von 1870, das die absolute Leitungsgewalt sowie die Unfehlbarkeit
des Papstes als Dogmen festlegte. Zahlreiche Gläubige, Priester und Theologen fanden diese
Lehren unvereinbar mit der Bibel und der Tradition der Kirche und konnten sie nicht
annehmen. Dieser Widerspruch führte zur Exkommunikation vieler Katholiken. Um weiterhin
beim ursprünglichen, „alten“ katholischen Glauben bleiben zu können und trotzdem eine
kirchliche Heimat zu haben, formierten sie sich zu einer selbständigen katholischen Kirche
(daher mit dem Namenszusatz „alt“). Diese ist ebenso wie die römisch-katholische staatlich
anerkannt. Die Alt-Katholiken pflegen in Anlehnung an die Kirche der ersten Jahrhunderte
eine synodale Verfassung. Diese legt Wert auf ein gemeinschaftliches Miteinander,
insbesondere bei Entscheidungsfindungen, und ist auch für Bischöfe und Pfarrer bindend.
Die synodale Grundordnung ermöglichte im Laufe der Zeit eine Reihe von Reformen: Das
Latein im Gottesdienst wurde schon früh durch die Muttersprache abgelöst, den Priestern
wurde gestattet zu heiraten (kein Zölibat), und von Anfang an gehörte auch die ökumenische
Verständigung zum Programm. Zu den jüngeren Errungenschaften des Alt-Katholizismus
gehört die volle Gleichberechtigung von Männern und Frauen; insbesondere können
Frauen das Diakonen-, Bischofs- und Priesteramt ausüben. Geschiedene, die wieder heiraten,
erhalten alle Sakramente, dürfen an der Eucharistie teilhaben sowie ggf. erneut kirchlich
heiraten.
Der Alt-Katholizismus ist also eine „moderne“, an demokratischen Grundsätzen und den
realen Lebensumständen der Menschen orientierte katholische Kirche. Auch die
Wilhelmshavener Gemeinde mit ihrem Pfarrer Oliver Kaiser legt großen Wert auf
Gestaltung durch die Laien und offene Abstimmungen unter den Gemeindemitgliedern bei
Entscheidungen, organisatorischen Fragen etc. Hierzu wurde in Verbindung mit der neu
geschaffenen Homepage www.alt-katholisch-whv.de ein internes Online-Forum
geschaffen, über das sich alle namentlich bekannten Gemeindemitglieder austauschen und
organisieren können. Dies ganz nach dem Arbeitsmotto der Gemeinde: Offene
Kommunikation ist die beste Enttäuschungsprophylaxe! Diese Selbständigkeit sowie die
beschränkten Ressourcen des Bistums führen jedoch auch dazu, dass sich die Gemeinde
weitgehend selbständig via Spenden finanzieren muss.
Die Wilhelmshavener Gemeinde umfasst eine bunte Mischung aus jungen Familien, Senioren,
Berufstätigen und Nicht-Berufstätigen, Menschen aus allen Berufen, Schichten und
Lebenswegen, Ledige, Verheiratete, Geschiedene und Wiederverheiratete. Sie alle sind zur
Mitarbeit und in den Gottesdiensten herzlich willkommen und - sofern sie den christlichen
Glauben teilen und getauft sind - auch ohne Wenn und Aber zur Eucharistie eingeladen.
Zum Eröffnungsgottesdienst am 16.2.13 werden auch Mitglieder der alt-katholischen
Partnergemeinden aus Bremen und Hannover erwartet, die dadurch ihre Verbundenheit
mit den Wilhelmshavenern zeigen. Auch alle Christen, Interessierte und Suchende unserer
Stadt und des Umlands sind herzlich eingeladen. Zuspruch erwartet die neue Alt-
Katholische Gemeinde Wilhelmshaven auch von bereits vorhandenen bzw. potentiellen Alt-
Katholiken aus dem gesamten Raum zwischen Weser und Ems, besonders auch aus dem
näheren Umfeld Oldenburg, Jever, Wittmund, Aurich, Ostfriesland, Butjadingen und dem
Ammerland, denn für Alt-Katholiken ist es nicht ungewöhnlich, einige Kilometer zu fahren,
um ihren Glauben in Gemeinschaft praktizieren zu können. Die Eucharistiefeier in der
Wilhelmshavener St. Jakobi-Kirche / Neuende, Kirchreihe 108, wird von dem für
Wilhelmshaven zuständigen und leitenden Seelsorger, Pfarrer Oliver Kaiser, zelebriert.
Fotos:
1. Ak-Aufnahme-130113-grosseGruppe9518:
Die Wilhelmshavener und die sie begleitenden Bremer Alt-Katholiken wurden am 13.1.13
sehr herzlich von der Pfarrgemeinde Hannover-Niedersachsen aufgenommen.
2. Alt-Katholisches Logo (Varianten anbei zur Auswahl)
3. Unsere „Visitenkarte“.
umfangreiche weitere Informationen: www.alt-katholisch-whv.de
Kontakt für Rückfragen:
Prof. Dr. Torsten Kirstges (V.i.S.d.P.)
Elsa-Brandström-Str. 47
26389 WHV
Tel: 04421 / 9839445
Interesse@alt-katholisch-whv.de (für die Gemeinde Wilhelmshaven)
alt-katholisch.hannover@arcor.de (Pfarrer Kaiser)
weitere interessante Themen in diesem Kontext:
• Holt mir hier raus – ich bin ein Alt-Katholik: Das bisher in Niedersachsen gültige
Umpfarrungs-Urteil von 1911 „kippt“; Entscheidung durch Niedersachsens
Kultusministerium erwartet; Austrittsregeln sind strenger als bei vielen anderen
verwaltungsbezogenen Vorgängen; Austritt aus der röm.-kath. Kirche geht nur vor dem
Standesamt, kostet 25 EUR pro Austritt (auch von Kindern!), Bevollmächtigung nicht
möglich. Erschweren die Kirchen so bewusst den Kirchenaustritt?
• Kommt nach Kirchenaustritt aus der röm.-kath. Kirche der „Drohbrief“? Die
Deutsche Bischofskonferenz erließ 2012 ein Dekret, gemäß dem Ausgetretene von den
röm.-kath. Pfarreien schriftlich auf die Folgen ihres Austritts hingewiesen werden müssen:
„Die aus der Kirche ausgetretene Person … darf die Sakramente der Buße, Eucharistie,
Firmung und
Krankensalbung – außer in Todesgefahr - nicht empfangen, … kann nicht Taufpate und
nicht Firmpate sein … 2. Damit aus der Kirche ausgetretene Personen eine kirchliche Ehe
schließen können, muss die Erlaubnis zur Eheschließungsassistenz beim Ortsordinarius
eingeholt werden. Diese setzt Versprechen über die Bewahrung des Glaubens und die
katholische Kindererziehung voraus. … Falls die aus der Kirche ausgetretene Person nicht
vor dem Tod irgendein Zeichen der Reue gezeigt hat, kann das kirchliche Begräbnis
verweigert werden.“ Das röm.-kath. Bischöfliche Ordinariat in Vechta betont aber, dass
diese „kann“-Regeln gerne positiv ausgelegt werden – doch Garantien gibt es keine …
Wir sind gespannt, ob auch wir einen solchen Brief erhalten werden. Letztlich geht es
darum, dass Kirchensteuerpflicht und Kirchenzugehörigkeit in Deutschland zusammen
hängen (sollen).
• Evang.-lutherische Kirchen und Alt-Katholiken verbindet seit langem eine gute
Ökumene: gegenseitige Einladung zum Abendmahl; evang. Gemeinden gewähren Alt-
Katholiken oft Gastrecht (so auch in Wilhelmshaven).
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4 Kommentare
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Kirsten Mauss aus Hamburg | 02.02.2013 | 12:35  
27.556
Heike L. aus Springe | 02.02.2013 | 17:40  
15.715
Ewald Eden aus Wilhelmshaven | 02.02.2013 | 19:31  
27.556
Heike L. aus Springe | 02.02.2013 | 19:43  
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