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Wietze- Gemeinderat

Über 100 Demonstranten protestierten gestern Abend vor der Wietzer Schule gegen den geplanten Geflügelschlachthof in Wietze:
Kein Schlachthof... keine Mastställe... nicht in Wietze und nirgendwo!
Vor laufender Kamera wiesen die Schlachthofgegner lautstark auf die Täuschung der Bevölkerung durch den Gemeinderat Wietze hin. Letzterer hatte bisher von 1 Million Hähnchenschlachtungen in der Woche gesprochen. Die tatsächlichen Zahlen (am Tag zuvor öffentlich geworden) aber betragen:
2.592.000 Hähnchen wöchentlich.
Die darauffolgende Infrastrukturausschusssitzung dauerte dann gerade mal eine halbe Stunde, da Claus-Friedrich Schrader (einziger Grüne im Gemeinderat und konsequenter Gegner dieser Schlachtanlage) kurzerhand dafür sorgte, dass wegen dieser falschen Zahlen in der Beschlussvorlage die Sitzung vertagt werden musste.
Wie die bisher genannte falsche Zahl zustande gekommen sei, wisse der Bürgermeister Klußmann selber auch nicht, so sagte er öffentlich.

Die CZ vom 10.Februar 2010 unter Bekanntmachungen:
"Die Firma Celler Land Frischgeflügel GmbH, Haren-Hüntel
begehrt die Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb eines Geflügelschlachthofes (Schlachtung und Zerlegung von Hähnchen) am Standort ...Wietze.
In der geplanten Anlage sollen in 2 Schlachtlinien insgesamt:
27.000 Hähnchen in der Stunde
432.000 Hähnchen täglich
2.592.000 Hähnchen wöchentlich
134.784.000 Hähnchen im Jahr
geschlachtet werden."

Ein paar Hintegründe:
Die kleine Gemeinde Wietze ( 8000 Einwohner) will am Ortsrand in nur 1000m Entfernung vom Gemeindekindergarten ein Industriegebiet für einen gigantischen Schlachthof, mit 500 Niedriglohn Arbeitplätzen schaffen. Luftverschmutzung, Wasserknappheit, Verkehrskollaps und eine negative Entwicklung der Bevölkerungsstruktur( Gettobildung, Sozialbrache) währen die wahrscheinlichen Folgen. Auch ein negativer energetischer Einfluss auf Mensch und Natur durch den Millionenfachen Hühnermord erscheint plausibel.
Die Gemeindepolitiker um Bürgermeister Klussmann verweisen auf mögliche Gerwerbesteuereinnahmen, schweigen aber eisern zu den wichtigen ktischen Fragen- denn Antworten haben Sie keine. Nur 6 Monaten sind vom ersten Kontakt des Investors vergangen. In dieser Zeit mussten sich die ehrenamtlichen Ratsmitglieder über eine ihrer wichtigsten Entscheidungen klar werden. Doch hatten sie in dieser kurzen Zeit überhaupt die Möglichkeit gehabt, sich ein unabhängiges Bild aller Für und Wieder einer solch gigantischen Anlage und deren Folgen für ihre Gemeinde und deren Bevölkerung zu machen?. Auch die Beurteilung der Folgen eines Schlachthofes über das
Gemeindegebiet hinaus bleibt offen. Teilweise noch ohne Internetzugang und einer E-Mail Möglichkeit, tappen diese Herren doch im dunkeln und haben sich gerne der Meinung Ihres Herren Bürgermeisters angeschlossen, vertrauen auf die Gutachten des Investors und die gesetzlichen Bestimmungen.
Doch nicht nur die Gemeinde Wietze ist von diesem Skandal betroffen.
Der Umbau einer ganzen Kulturlandschaft in Ostniedersachsen währe mit dem Schlachthofbau besiegelt, denn mit einer Kapazität von über 150 Millionen Schlachtungen im Jahr, müssen ca. 300 neue Mastställe in einem Umkreis von 100km um Wietze gebaut werden. Felderwirtschaft ,Landschaftsbild, Artenvielfalt und Naherholungswert würden sich drastisch verändern. Tierquälerei hinter verschlossener Tür, eine Zunahme der Keim-, Staub-,Viren-,Bakterien und Geruchsbelastungen aus den Ställen, auf den Feldern und den Transporten zum Schlachthof währen unvermeidbar.
Viele weitere negative Folgen wie Klimawandel durch gepuschten Fleischkonsum, die Zerstörung bäuerlicher Strukturen in Europa und z.B. Afrika, Zerstörung des Urwalds in Brasilien zur Sojaproduktion und die Aufwendung von Millionen Steuergeldern aus EU-,Bundes-, Landes-und Kreistöpfen sind hierbei zu nennen.
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9 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.02.2010 | 23:42  
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Michael Treibholz aus Wietze | 13.02.2010 | 16:25  
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Michael Treibholz aus Wietze | 13.02.2010 | 16:26  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 14.02.2010 | 00:59  
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Michael Treibholz aus Wietze | 14.02.2010 | 10:49  
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Michael Treibholz aus Wietze | 14.02.2010 | 21:25  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.02.2010 | 01:49  
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Bernd icke aus Celle | 17.02.2010 | 21:36  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 18.02.2010 | 20:05  
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