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Drei Hakenkreuze auf einem Armreif entdeckt: Linke fordert Schließung von "Adornments for Justice"

Das Kulturgeschichtliche Museum Osnabrück steht im Visier der Öffentlichkeit. Auf einem massiven Armreif in der Vitrine der Ausstellung „Adornments for Justice“ wurden drei kleine Hakenkreuze entdeckt. Die Ratsfraktion der „Linken fordert eine sofortige Schließung der Ausstellung.

Der Armreif wurde von der Engländerin Caroline Royal gefertigt und ist Teil der Ausstellung „Adornments for Justice“, in der Schmuckstücke als Symbole für Menschenrechte und deren Gefährdung zu sehen sind. Die Exponate werden nach Ende der Ausstellung für einen guten Zweck versteigert.

Für Christopher Cheeseman von der Linken ist die Ausstellung des Armreifs ein leichtfertiger Umgang mit gefährlichen Symbolen, wie die Neue Osnabrücker Zeitung im Internet berichtet. Die Linke veröffentlichte eine Mitteilung, in der es heißt, dass jeder Neonazi solchen Schmuck „problemlos“ tragen könne. Kulturdezernentin Rita Maria Rzyski meint dagegen, dass Cheeseman den Kontext der Ausstellung ignoriert, denn die Hakenkreuze seien ja gerade ein Symbol für die Verletzung der Menschenrechte. Und Dr. Eva Berger, Leiterin des Kulturgeschichtlichen Museums, betont weiter, dass das Thema der Freiheit und ihrer Einschränkungen mit dem Stück illustriert werden soll. Die beiden sehen keinen Grund für eine Schließung der Ausstellung.
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