Anzeige

Geothermie-Kraftwerk Bernried: Auswirkungen für den Immobilienmarkt

Die Planung des größten Geothermie-Kraftwerks Mitteleuropas wirft bereits jetzt Schatten auf den Immobilienmarkt der betroffenen Gemeinden. Es wurde bereits ein Verkaufsfall bekannt, in dem der Käufer nach Kaufvertragsabschluss fehlende Aufklärung über das geplante Geothermie-Kraftwerk geltend machte. Ob die Aufklärungspflicht eines Verkäufers soweit geht, dass er im Falle des Verkaufes eines Objektes in Nähe des geplanten Geothermie-Kraftwerkes auf mögliche von dort ausgehende Störungen hinzuweisen hat, ist rechtlich bis heute nicht abschließend geklärt. Wie der erste Fall aber zeigt, muss die Aufklärung empfohlen werden.

Wird ein Käufer entsprechend aufgeklärt oder hat der Käufer – weil ortsansässig – Kenntnis von dem geplanten Geothermie-Kraftwerk, kann davon ausgegangen werden, dass sich dies negativ auf die Preisgestaltung auswirkt.

Der Schuldige für einen Preisverfall im Immobilienmarkt ist natürlich auch bereits gefunden: nämlich die Bürgerinitiative, die angeblich nicht vorhandene Gefahren beschwört und so die Immobilienpreise unter Druck bringt.

Glühende Verfechter des geplanten Geothermie-Kraftwerks sollten sich mit der
Aussage von Experten auseinandersetzen, dass die Technologie heute noch alles andere als ausgereift ist und jedes neue Projekt auch heute noch ein Pilotprojekt ist.

Im Fall der Errichtung des geplanten Geothermie-Kraftwerks wäre bei nachweisbar auftretbaren Störungen mit erheblichen Auswirkungen auf den Immobilienmarkt zu rechnen, bei Auftreten von Gebäudeschäden dürfte es neben technischen auch zu erheblichen merkantilen Wertminderungen bei Immobilienobjekten kommen. Eine Schätzung in Prozentzahlen ist vorausschauend nicht möglich, da hier der Markt über die Preisabschläge entscheiden wird.

Da wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass Geothermie-Anlagen – auch bereits in der Bohrphase – Erdbeben von unbekannter Größe auslösen können, müssen Immobilienkäufer mit kleineren und mittleren Schäden an ihrem Eigentum rechnen. Nach Ansicht so mancher Politiker ist dies allerdings vom Bürger hinzunehmen.
Auch diese Frage wird zu gegebener Zeit einer gerichtlichen Klärung zuzuführen sein.

RA A. Chowanetz

mehr Information unter www.alternative-energiequellen.de
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.