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Anlässlich 777 Jahre - Die Stadt Wesel schenkte sich einen Wald.

 
Vertrockneter Jung-Laubbaum
Wesel: Jubiläumswald |

Aufreger der Woche!
Ein grünes Geschenk vegetiert vor sich hin - Ungeachtet, verkümmert und vertrocknet durch die anhaltende Trockenheit.


Anlässlich des 775. Geburtstags der Stadt Wesel schenkte sich die Stadt Wesel zwei Jahre später zum Schnapszahl-Geburtstag 777, im Jahr 2018 einen Wald. Nicht so einen Wald, wie Sie sich jetzt vielleicht einen Wald vorstellen, liebe Leser. Nein, so einen Wald nicht! Genauer ausgedrückt, sollte es später mal ein Wald auf dieser 1,75 Hektar großen städtischen Fläche, an der Feldstraße in Wesel-Obrighoven werden, eine kleine Erholungsoase, mit feinkörnig geschotterten Wegen, hölzernen Sitzbänken, Laubbäumen, Sträucher umsäumt mit Kraut- Gras- Wildgewächsen und Blumenflächen, aus denen später mal ein richtiger Wald mit Erholungscharakter werden soll. Ein 70.000 Euro Neuanpflanzungs-Projekt mit Zielausrichtung: Wald und Erholungsraum für die nächste Generation. Ein Geschenk an die nächste Generation, ein Ausgleich für bauliche Eingriffe in die Landschaft (Stichwort Ökokonto) so die Aussagen der Stadtverantwortlichen. Oder wie ich behaupte, um den gesetzlichen Verpflichtungen der Neuanpflanzung gerecht zu werden, für Bäume die in den letzten Jahren Im Kreis Wesel gefällt wurden.
Und heute, Monate später, eine vertrocknete, vernachlässigte und karge Landschaft. Kraut- Gras,- Wildgewächse und eine Vielzahl von Laubbäumen vertrocknet, ohne die versprochenen Blumenflächen.
Nach dem Motto: "Nach mir die Sinflut"

Geht man so mit einem Geschenk um, behandelt man so ein Geschenk, ein Geschenk der Natur?

Zugegeben, neu angepflanzte Bäume, Sträucher und Pflanzen können nicht alle angehen, oder auf Dauer durchkommen.
Damals hat man dies auch so erwähnt. das muss ich fairerweise hier auch erwähnen. Aber was dort jetzt und in letzter Zeit auf diesem 1,75 ha großen Landstück abläuft, bzw. festzustellen ist, oder besser ausgedrückt dahin vegetiert und verkümmert, ist garantiert nicht wachstumfördernd und mit den damalig abgegeben Versprechungen der Einweihungsgäste nicht im Einklang zu bringen.
Meine Meinung, das ist, gerade jetzt wo Natur, Umwelt und Klimaschutz in aller Munde ist, Trockenheit und Dürre anhalten, eine Vernichtung junger Pflanzen und Bäume im großen Stil. Eine Verschleuderung von Steuergeldern, die man nachgehen sollte. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, die ja damals bei der Einweihung dabei war, sollte sich jetzt einmal das Grundstück anschauen, einfach mal die Wachstums-Entwicklung dieses Grundstücks in Augenschein nehmen!

Bemerkung: Die Bildergalerie zeigt nur eine Auswahl, natürlich kann ich hier nicht alle vernachlässigten Jungbäume fotografieren und zeigen. Alle Fotos sind brandaktuell und mit dem Smartphone erstellt.


Beitragsaktualisierung: 24.07.2019

Anscheinend konnte mein Beitrag etwas bewirken. Alle Laubbäume, die einen Wegerand  säumen und damals als Solitäre Bäume für die Weseler Ortsteile gepflanzt wurden, sind mit Wasser versorgt worden. Die Baumstämme und Wasserzuführrohre für den Wurzelbereich sind jetzt komischerweise freigelegt, so dass eine Bewässerung gezielter durchgeführt werden kann.
Eine Veranlassung zum Bewässern, kann natürlich auch die im Moment große Hitze von bis zu 38 Grad gegeben haben!

Beitragsaktualisierung: 27.07.2019

Am Abend des 27.07.2019 um 19:30 Uhr (8 Tage nach Beitrags-Einstellung) rückt die Weseler Feuerwehr an. C-Schläuche werden im Eiltempo ausgerollt und mit den in Position gebrachten tragbaren Wasserwerfern/Wasserspritzen im Gelände verbunden. (Siehe Bildergalerie)
"Was ist denn hier los?, hier brennt es doch nicht!", fragte ich einen Feuerwehrmann.
"Ach", antwortete der Mann von der Feuerwehr auskunftsfreundlich, "wir machen das wegen dem Jubiläumswald, den jungen Bäumen, die dringend Wasser benötigen, wir verbinden das aber gleichzeitig mit einer Übung!"

Mit besten Wünschen
Siegfried Walter
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2 Kommentare
2.616
  e:Due aus Weimar | 20.07.2019 | 15:31  
1.053
Siegfried Walter aus Wesel | 27.07.2019 | 22:09  
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