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Kraftfutter für die Bio-Kuh

Kühe auf der Weide

Alles Bio, oder was? - Kraftfutter für die Bio-Kuh!

Worauf kann sich der Verbraucher überhaupt noch verlassen?


Sind es die Siegel oder Prüf- und Kennzeichen, die Zuverlässigkeit garantieren?

Experten haben laut einem Fachmagazin, in der EU, 29 kleine Fließgewässer in zehn Ländern der EU, Proben entnommen und diese analysiert, drei Proben sollen übrigens davon aus dem westlichen Teil Deutschlands stammen, folgendes festgestellt:
Sie entdeckten 103 verschiedene Pestizide, darunter 24, die in der EU nicht (mehr) zugelassen sind. In jeder dritten Probe lag die Konzentration der Gifte über den zulässigen Grenzwerten. Besonders häufig über dem Limit: die verbotenen Bayer-Neonics "Poncho" und "Gaucho", Clothianidin und Imidacloprid.
In einer bisher unveröffentlichen Studie, deren Manuskript GEO vorliegt, untersuchten Forscher Böden und Kulturpflanzen von 62 Bauernhöfen in der Schweiz, sowohl konventionell als auch ökologisch wirtschaftende Betriebe. In fast allen - 93 Prozent - Boden- und Erntemustern von Bio- Betrieben fanden sich Neonics.

"Also, von wegen Bio!"

Von besonderer Brisanz: ein Bericht aus den Niederlanden. In der Provinz Gelderland beproben Untersucher Kraftfutter, Dung und Böden bei 24 Viehbauern. Sie finden insgesamt 134 unterschiedliche Pestizide. Wieder sind auch ökologische wirtschafende Höfe betroffen; in neun Bio-Betrieben zählen die Forscher 71 chemische Substanzen.
Die Pestizide kommen offenbar hauptsächlich über das Futter in die Ställe. Die Konzentrationen sind teilweise so hoch, dass sich im frischen Kuhmist keine Käfer mehr befinden, die den Dung üblicherweise zersetzen. Die Forscher empfehlen dringend, die Grenzwerte für Pestizide in Kraftfutter - oft Soja aus Amerika - um den Faktor 1000 zu senken.
Ein Phänomen, das Biologen bereits seit Längerem auffällt, sie sprechen von "Betonfladen". Viehbetriebe bringen Mist und Gülle auf Grünland aus. Über diesen Weg landen Pestizide, die man nur auf Äckern erwarten würde, auch auf Wiesen und Weiden.

(Quelle: Fachmagazin, für jederman erhältlich)
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