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Treffen des „Netzwerks Synagogenorte“ in Buttenwiesen

Wer mit offenen Augen durch Schwaben fährt, dem fallen die Zeugnisse jüdischer Existenz auf: Synagogen und Friedhöfe, Wohnhäuser und Schulen, Denkmäler und ehemalige jüdische Wohnviertel. Sie alle zeugen von der Bedeutung, die Juden für die Region hatten. Jüdische Geschichte ist Teil der Heimatgeschichte.
Die Städte und Gemeinden mit jüdischer Vergangenheit in Schwaben haben sich vor einiger Zeit im „Netzwerk Synagogenorte“ zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Die 15 beteiligten Institutionen – von Oettingen, Harburg, Buttenwiesen und Binswangen bis Augsburg, Fischach und Kempten – tauschen Erfahrungen aus und kooperieren in gemeinsamen Projekten.
Das jüngste Treffen des Netzwerks führte die Mitglieder nach Buttenwiesen. Während eines Rundgangs veranschaulichte Heimathistoriker Franz Xaver Neuner den Besuchern die reichhaltige jüdische Vergangenheit des Zusamtaldorfes. Anschließend begrüßten Bürgermeister Norbert Beutmüller und Gemeindearchivar Dr. Johannes Mordstein die Gäste zur Arbeitssitzung im Buttenwiesener Rathaus. Dort wurden die nächsten Projekte besprochen. So ist etwa eine gemeinsame Website, eine Wanderausstellung zu den schwäbischen Synagogen und die Anbringung von Informationstafeln an den jüdischen Friedhöfen geplant.
Information: Die vom Netzwerk herausgegebene Broschüre „Jüdisches Schwaben – ein Wegweiser“ informiert über die Orte mit jüdischer Vergangenheit in Schwaben. Die Broschüre liegt in der Alten Synagoge Binswangen, im Rathaus Buttenwiesen sowie im Landratsamt Dillingen aus.
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