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„Das Leitbild lebt!“ Gemeinderat Buttenwiesen beschließt soziales Zukunftskonzept

In der letzten Sitzung des Buttenwiesener Gemeinderats in der Wahlperiode 2002/08 wurden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt: Einstimmig beschloss das Ratsgremium, im Rathaus Buttenwiesen eine Koordinationsstelle für soziale Angelegenheiten einzurichten. Der Rat griff mit diesem Beschluss eine Anregung des Arbeitskreis Soziales auf, der sich im Rahmen der Leitbildentwicklung gebildet hatte. Die neue Stelle zielt darauf ab, Angebot und Nachfrage nach sozialen Leistungen wie etwa Fahrt- und Einkaufsdienste oder Hilfsleistungen im Gemeindegebiet zusammenzuführen. Hilfsangebote und -bedarf sollen miteinander koordiniert werden, so dass auf diese Weise ein soziales Hilfsnetz entsteht.
Als weitere Aufgabe ist der Aufbau eines Preismodells für soziale Leistungen sowie deren Finanzierungsmöglichkeiten zu nennen. Schließlich fungiert die Stelle auch als Ansprechpartner für soziale Angelegenheiten gegenüber dem Landratsamt.

Die Besetzung der Stelle ist im Umfang einer geringfügigen Beschäftigung (400 Euro-Job) vorgesehen. Als Räumlichkeiten steht ein neu geschaffenes Büro im Rathaus zur Verfügung. Da die Akzeptanz des Angebotes bisher nicht absehbar ist, wird die Stelle zunächst für ein Jahr mit der Option für ein weiteres Jahr geschaffen. Die Gemeinde trägt die Personalkosten und stellt neben den Räumlichkeiten die technische Ausstattung zur Verfügung.
Bürgermeister Norbert Beutmüller brachte seine Freude über dieses Projekt zum Ausdruck: „Unser Leitbild lebt! Wenn es uns durch diese Maßnahme gelingt, das Leben unserer Senioren zu erleichtern und die Generationen zusammenzuführen, lohnt sich diese Investition.“
Auch der zweite Beschluss des Ratsgremiums weist in die Zukunft: Angesichts der geringen Nachfrage nach neuen Bauplätzen wurde der Bebauungsplan für das geplante Baugebiet „Osterfeld-Erweiterung“ in Wortelstetten außer Vollzug gesetzt beziehungsweise aufgehoben. Statt dessen verfolgt die Gemeinde in Zukunft eine andere Linie: Bauwillige Bürger sollen auf Bauplätze im Innerortsbereich verwiesen werden. Auch wenn die Marktsituation sich schwierig gestaltet, ist die Kommune bestrebt, Grundstücke innerorts zu erwerben und diese interessierten Bauherren zur Verfügung zu stellen. „Die Dörfer dürfen im Kern nicht ausbluten. Das Leben darf sich nicht ausschließlich in den neuen Baugebieten an den Rändern abspielen,“ definierten Bürgermeister Beutmüller und Gemeinderat einhellig die neue Bauleitplanung.
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