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Das Aus für die Streuwiesen?

Prachtnelke

Änderungen in der Naturschutzförderung gefährden seltene Arten.


Jahrelang hat das Streuwiesenprojekt die Pflege der letzten Streuwiesen im Donauried optimiert, um seltene Pflanzen, wie Mehlprimel und blaue Iris zu erhalten.
Aber nun gefährden Änderungen in der naturschutzfachlichen Förderpraxis die Weiterführung der dringend benötigten Pflegearbeiten und somit den Bestand der seltenen Arten.

Statt Abrechnung und Förderung der tatsächlich angefallenen Kosten über das Landschaftspflegeprogramm soll der Bund Naturschutz (BN) nun gezwungen werden mit jährlich wiederkehrenden Maßnahmen am Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) teilzunehmen. Darunter fällt auch die Mahd unserer letzten bunten Streuwiesen. Und da es sich dabei bereits um gesetzlich geschützte Flächen handelt, wird der Düngeverzicht hier nicht honoriert. So wird die Mahd der wesentlich schwerer zu bewirtschaftenden Streuwiesen mit einem deutlich geringeren Satz vergütet als für normale Wiesen.
Für die Mahd der artenreichsten Fläche im ganzen Donauried mit Mehlprimeln, Trollblume und vielen Orchideenarten würde der BN nur noch gut die Hälfte der tatsächlich anfallenden Kosten erhalten. Und dabei ist die Mähgutentsorgung noch nicht eingerechnet. Außerdem muss der BN die vereinbarte Art und Weise der Pflege gleich für fünf Jahre zusichern. Dies ist für ihn natürlich ungleich schwerer als für landwirtschaftliche Betriebe, da er auf Auftragnehmer und ehrenamtliche Helfer angewiesen ist.
Sonst drohen Entzug bereits bezahlter Gelder, Vertragsstrafen und im schlimmsten Falle Verfahren wegen Subventionsbetrug. So ist das Risiko bei solchen Verträgen für den BN natürlich höher und es ist noch unklar, ob er sich darauf einlassen kann. Zusätzlich kommen enge Termine hinzu, die zu wenig Zeit für eine Neuorganisation der Pflege lassen.

Die Naturschützer stehen nun vor einem Dilemma. Ohne ausreichende Förderung, kann der BN die Pflege nicht lange gewährleisten.
Was passiert aber mit unseren Streuwiesen, wenn sie nicht mehr gepflegt werden? Wird zum Beispiel die Mehlprimelwiese nur ein Jahr nicht gemäht, treiben die vorhandenen Faulbaumsämlinge ungehemmt aus und bilden größere Wurzelstöcke. Ein Großteil der Fläche wäre dann für lange Zeit zerstört. Denn bevor man wieder mähen kann, müsste man die Wurzelstöcke ausgraben. Um die wertvollsten Flächen im Donauried zu erhalten, will der BN daher zumindest diese durch eine Weiterführung der Pflege erhalten, bis sich die Fördersituation hoffentlich bald wieder bessert. Nachdem die staatlichen Mittel aber nicht mehr ausreichen, bedarf es dringend Ihrer Hilfe. Bitte spenden Sie für die Erhaltung unserer letzten Streuwiesen mit Mehlprimeln, Iris und Orchideen, damit auch Ihre Kinder und Enkel noch in einer artenreichen Heimat leben dürfen. Spenden werden dringend erbeten unter dem Stichwort „Streuwiesenpflege“ auf das Konto 18830 bei der Sparkasse Dillingen, BLZ 72251520.
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