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Wie viel Gastronomie braucht eine Stadt!

Ein neues Café und zwei neue Restaurants im Umfeld der neu gestalteten Zusambrücke und -insel, und dann will ein Großbäcker aus dem Augsburg nahen Friedberg auch noch ein weiteres Café am Kreisverkehr aufmachen. Ist das nicht zu viel für eine Stadt unserer Größe? Die Verbraucher jedenfalls kann es freuen: Konkurrenz belebt das Geschäft! Bei der großen Auswahl müssen sich die Betreiber, ob alt eingesessen oder neu am Start, nämlich mächtig ins Zeug legen, um das Rennen zu machen. Denn schließlich hat der Tag nur 24 Stunden und gerade in der heutigen Zeit, kann eben nicht jeder unbegrenzt außer Haus speisen. Kreativität und ein passendes Preis-Leistungs-Verhälnis sind hier gefragt. Es reicht auch nicht, wenn die Inneneinrichtung schick und modern ist. Oberflächliche Schönheit ist mit den richtigen Mitteln leicht zu erreichen und keine große Kunst, und sie kann auf Dauer ein persönliches Ambiente nicht ersetzen. Man darf gespannt sein, wer es schafft, durch die richtige Mischung von Qualität, angemessenen Preisen, freundlichem Personal, das zum Wiederkommen animiert, und Authentizität, die Gäste dauerhaft zu gewinnen. Natürlich müssen die Kunden offen sein und den neuen Gastronomen eine Chance geben. Ebenso wichtig ist jedoch auch, das Altbewährte nicht völlig aus den Augen zu verlieren. Der Mensch ist ein Herdentier, rennt gerne dorthin, wo vermeintlich Besseres, weil neu, lockt. Die Zeit wird es zeigen, wer es versteht: Nachhaltig zu agieren und letztendlich zu bestehen.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin "wertinger" | Erschienen am 03.12.2010
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