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Stadtkapelle Wertingen: JAZZtaste BIGband begeistert beim Jahreskonzert

Die JAZZtaste BIGband unter Leitung von Tobias Wiedenmann überzeugte bei ihrem Jahreskonzert im vollbesetzten Forum der Gymnasiums Wertingen.
 
Mit einem furiosen Schlagzeugsolo von Matthias Schäffler startete die JAZZtaste BIGband in den 2. Konzertteil.

Eine beeindruckende Visitenkarte konnte die JAZZtaste BIGband unter Leitung von Tobias Wiedenmann bei ihrem Jahreskonzert abgeben. Bis auf den letzten Platz war die Aula des Gymnasium Wertingen besetzt. Neue Location – altbewährte Qualität, damit warben die Veranstalter im Vorfeld und die Konzertbesucher wurden nicht enttäuscht. Zahlreiche positive Stimmen lobten das kurzweilige und anspruchsvolle Programm und bestätigten der Band einen beachtlichen Leistungsstand.

Den Musikern wurde dieses Mal einiges an Kondition und Konzentration abverlangt. Schließlich gab es kaum einen Titel, bei dem man sich „ausruhen“ konnte. Es gelang der Jazzformation jedoch mühelos, die Spannung bis zur letzten Sekunde aufrechtzuerhalten und das Publikum durch die ansteckende Spielfreude in ihren Bann zu ziehen. Bandleader Tobias Wiedenmann führte humorvoll durch das Programm, bezog die Zuhörer aktiv mit ein und freute sich sichtlich darüber, dass die harte und intensive Arbeit beim vorausgegangen Probenwochenende in der Musikakademie Alteglofsheim nun Früchte trug und die Band die besprochenen Schwerpunkte wunderbar umzusetzen wusste. Der von Viktoria Wörle perfekt organisierte Aufenthalt stellte zudem ein tolles Gemeinschaftserlebnis für die altersgemischte Gruppe dar und wird auch zukünftig fest im Jahresablauf verankert sein.

Überzeugende Bandleistung

Neben einer überzeugenden Bandleistung traten einige Mitglieder wiederholt auch solistisch in Erscheinung. Beim Opener „Mr. Funk“ gingen Magnus v. Zastrow (Saxofon) und Axel Feld (Gitarre) bereits in die Vollen und machten deutlich, dass sie Meister ihres Instruments sind. Anschließend erklang das Herbolzheimer-Arrangement „Heartland“ – eine wahre Herzensangelegenheit für die Band. Über 10 Minuten und es wurde keine Sekunde langweilig dank fesselnder Soloparts von Anna Lena Neukirchner (Bass), Barbara Mayr (Saxofon), Manuel Burkhart (Piano) und Axel Feld. Nicht fehlen durfte beim Konzertereignis des Jahres natürlich Sängerin Carola Egger. Mit kraftvoller Stimme interpretierte sie Ella Fitzgeralds Version des Rock-Klassikers „Sunshine of your love“. Nach dem beschwingten „L-o-v-e“ von Nathalie Cole übergab sie das Mikrofon an Chef Tobias Wiedenmann, der Roger Ciceros Hit „Zieh die Schuh aus“ glaubwürdig und erfrischend präsentierte. Bei „Fiesta a la king“ von Mambo-König Tito Puente wurden die Gäste mit eingängigen Trompetenklängen (Christian Hof) und Soli von Barbara Mayr (Flöte), Magnus v. Zastrow (Saxofon) und Manuel Burkhart (Piano) in die Pause verabschiedet.

Furioser Start nach der Pause

Mit einem furiosen Trommelsolo (Matthias Schäffler) und solistische Einlagen von Yvonne Rothbaur (Saxofon) und Julian Rößner (Posaune) ging es bei „Greetings and Salutation“ weiter. Wahrlich die besungene „Big Time“ hatte Carola Egger bei Linda Eders fetziger Nummer im Sing Sing Sing Style, welcher Anna Lena Neukirchner mit ihrem heißen Klarinettensound den letzten Schliff verpasste. Kontrastreicher hätte der Übergang zu Edith Piafs bekanntem Chanson „La vie en rose“ nicht sein können. Carola Eggers feinfühlige gesangliche Interpretation und Michael Schäfflers instrumentale Abwandlung der Melodie kamen sehr gut an und wurden mit viel Applaus bedacht. Eric Döhler (Trompete) und Julian Rößner (Posaune) konnten bei „Little Brown Jug“ auf sich aufmerksam machen und spätestens bei dem rhythmisch und spielerisch äußerst anspruchsvollen „Giant Steps“ war klar, zu welcher Leistung der Klangkörper der Stadtkapelle Wertingen fähig ist. Axel Feld entlockte seiner Gitarre beim abschließenden „Funky Sea, funky dew“ noch einmal fantastische Klänge und sorgte dafür, dass die Konzertbesucher noch eine Zugabe forderten.

Allerbeste Stimmung verbreitete sich beim „Mambo Italiano“, den Sängerin Carola Egger augenzwinkernd in italianisiertem Englisch zum Besten gab. Zur Unterstützung wurden drei musikbegeisterte Jungs aus dem Publikum kurzerhand ins Percussionteam übernommen und spielten nach Anleitung von Tizian Warisch und Matthias Schäffler wie die Profis auf. Bereits die ersten Takte der bekannten Gitarren-Intro ließen erahnen, dass es sich bei der zweiten Zugabe um „Long Train running“ von den Doobie Brothers handelte. Die Performance der Band mit Wiedenmann und Egger an den Vocals riss die Konzertbesucher derart mit, dass sie immer noch nicht genug hatten und so erklang mit gebündelten Kräften noch einmal Heartland und beendete einen gelungenen und musikalisch äußerst abwechslungsreichen Jazzabend.
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